Fehu, eine Alltagsgeschichte

Kennt Ihr das? Ihr beginnt ein neues Projekt, eine Aufgabe und wisst schon von Anfang an, dass es herausfordernd wird. Schwierig, im Sinn von komplex, zeitlich eng. Eure Erfahrung sagt Euch, mit Stolpersteinen ist zu rechnen.

Nun ich habe, kürzlich, bei so einem Projekt um die Kraft der Runen gebeten. Probieren geht über studieren. Nachdem die Anlage beim Kunden aufgebaut war, habe ich, einer inneren Eingebung folgend, die Rune Fehu auf einen kleinen Stein gefärbt um unser Potential, das uns hier zur Verfügung steht, zu manifestieren.

Es sollte ein Sinnbild sein, für die Antriebskraft die das Vorhaben vorwärts bringt, für die Motivation die wir brauchen und für den Erfolg den wir uns wünschen. Den Runenstein hab ich unter das Gestell der Maschine gelegt, verdeckt und dennoch greifbar.

Meine Intuition hat mich nicht getäuscht, es gab Schwierigkeiten, ein ganze Menge sogar, aber auch schöne Teilerfolge. Letzlich war es meiner Hartnäckigkeit zu verdanken, mit dem Segen von Ansuz und der Leidenschaft von Kenaz, haben wir die Hürden nacheinander gemeistert, mit Optimismus, trotz nervösen Zweiflern und wiedersprüchkichen Experten in den eigenen Reihen.

Und gestern, als das Werk vollendet war, als schlussendlich alles so funktioniert hat wie es soll…da hab ich erneut nach dem Runenstein gesehen. Er lag noch immer an der selben Stelle, nur war die darauf gefärbte Rune verschwunden,…zu meiner Verwunderung, als hätte sie nie existiert.

Hat der Regen die Farbe vom Stein gewaschen? Vermutlich, ja…vielleicht aber war die Kraft der Rune jetzt auch einfach verbraucht, das Potential von Fehu ins Werk eingeflossen, zu dem geworden, was sich nun dreht und fließt? Ist das zu weit hergeholt? Ist das surreal?

Wie auch immer, es gibt mir zu denken und hinterlässt eine mystische Spur. Daraufhin habe ich, abermals spontan, die Zeichen Kenaz, Gebo und Wunjo auf die 3 Seiten des Steinchens gefärbt und ihn an den Platz zurück gelegt, an dem er die letzten Monate gewirkt hat.

Eine symbolische Geste, ein kleines Ritual, in tiefer Dankbarkeit für die Schaffenskraft, die mich auf diesem Weg begleitet hat, für die Übergabe meines Werks in den Dienst an anderen und schliesslich für unsere Freude am erfolgreichen Gelingen, die wir gemeinsam teilen!

So hat es sich zugetragen, eine wahre Begebenheit. Man darf schmunzeln, man darf staunen,…und ja, man darf es sogar als verrückt ansehen. Nicht jeder kann glauben, wo Beweise fehlen, das kann ich gut verstehen.

Für mich sind die Runen jedenfalls hilfreiche Begleiter, geben mir Denkanstöße, inspirieren, erden mich auf gewisse Weise. Der Zweck heiligt hier die Mittel, selbst wenn es Placebos sein sollten. Ich beginne jedenfalls die Kraft zu spüren, die von jenen alten Zeichen ausgeht, intuitiv, sensitiv, wachsend.

Dieses Ereignis ist nur ein weiteres Puzzlestück auf meiner passionierten Reise zur Erkundung der Kräfte, die diesen Zeichen innewohnen. Es gibt noch viel zu entdecken, zu lernen und zu erkennen. Trotz allem wollte ich diese Episode mit Euch teilen und hoffe, dass sie Euch zumindest gut unterhalten hat.

Vielen Dank fürs Lesen und viel Begeisterung in Eurem Leben, wünsch ich Euch allen.

URUZ – schöpferische Erdkraft

Diese Rune liegt mir seit jeher, ohne dass mir eindeutig bewusst ist warum. Ist es die Form, die Ausstrahlung, eine unsichtbare Kraft?

Als Uruz mich gefunden hat, war ich jedenfalls spontan begeistert! Eine regelrechte Vorfreude hat mich erfasst, mich mit diesem Zeichen tiefer auseinander zu setzen. Also habe ich gelesen, meditiert, interpretiert und geträumt,…Uruz was bist du? Was kannst du mir erzählen?

In der Literatur wird Uruz als der Ur, der Auerochse, das Sinnbild für das materialisierte kraftvolle, ungezähmte Lebenskraft beschrieben. Alles körperliche, vitale wird ihm zugeschrieben, heil und erdverbunden. Auch Nieselregen soll eine Entsprechung von Uruz sein. Im Zyklus des ersten Aett, dem Schöpferischen, drückt es die manifestierte Kraft unserer Fähigkeiten und unser körperlich verfügbares Potential aus.

Bildquelle: Printerest

Wo fang ich an mit meinen eigenen Eindrücken? Vielleicht beim Auerochsen. Für mich ist es ein Sinnbild für unser Krafttier, dem Seelenbegleiter der uns Mut gibt, mit Kraft und Beistand aufwartet. Mein Krafttier ist der Eber. Nein, das hab ich mir nicht erwählt, es ist auch nicht mein Wunschtier. So hat es sich mir in einer geführten Meditation offenbart. Auch der Eber drückt geballte, ungestüme Kraft aus, ursprünglich, primitiv, aber darauf kommt es nicht an. Das Krafttier kann ja auch ein Eichhörnchen sein. Der Punkt ist, unsere Seelenbegleiter bestärken uns darin Bedürfnisse & Mängel zu erkennen, Entscheidungen zu treffen, uns selbst die Kraft zu bringen um umzusetzen, zu manifestieren.

Bei Uruz spüre ich intensiv unsere Erdverbundenheit, wie viel Energie wir täglich aus der Erde schöpfen, sei es nun emotional oder vital. Wir schöpfen unsere gesamte vitale Lebenskraft aus diesem Planeten, Atem, Nahrung, Flüssigkeit, Schutz. Ohne Mutter Erde und ihrer Frucht, die daraus hervorgeht sind wir nicht überlebensfähig. Während einer Meditation zu Uruz, sah ich einen Kürbis, in meiner Interpretation als Sinnbild für heilsame aber auch nahrhafte Schöpfung der Erde.

Ich sah auch unseren Körper selbst bei der Runenarbeit, diese Hülle, die unserem Geist ermöglicht zu agieren unser Potential real umzusetzen. Potenz, im schöpferischen Sinn. Urus bringt mir in Erinnerung wie wichtig es ist meinen Körper pfleglich zu behandeln und möglichst heil zu halten. Wenn der Körper krank ist, wird plötzlich alles andere nebensächlich. Wir haben keinen Spaß mehr an unseren Passionen, auch Vermögen hilft uns nur mehr bedingt, denn alles konzentriert sich auf den Schmerz und die Heilung.

Bildquelle: Magicofpassions

Schwieriger ist es das Segelschiff am Meer zu deuten, welches mir in den Sinn kam. Ist es der Anker, der ihm Halt gibt? Auch ein Boot ermöglicht uns zu agieren, schütz uns, ist manifestiertes Potential und wir müssen es pflegen um damit es uns dienen kann.

Oder ist das Wasser selbst gemeint, der Ozean, denn selbst der ist erdgebunden. Wasser bewegt sich zwar zyklisch, aber das ist kein Widerspruch. Es ist flüchtig und kehrt dennoch immer zur Mutter Erde zurück. Auch die Erde durchläuft Zyklen, der Schöpfungsprozess, wir selbst.

Bei einer meiner Lieblingsübungen im Wyda nehme ich Erdkraft auf und gebe dafür, für mich negative, Energie an die Erde zurück. ( kosmisch gesehen gibt es keine positive und negative Energie in unserem ethischen, emotionalen Sinn). Ich danke Mutter Erde für diesen Energieaustausch ,für den Halt, für die Kraft die sie mir gibt…und den Müll den ich abladen darf. Uruz sehe ich ähnlich, als neutrale, ungelenkte Urkraft, die uns zur Verfügung steht, heilsam wirken kann, darauf wartet in Aktion zu treten.

Diese Urkraft ist Basis für unser persönliches Wachstum, aber auch für die Realisierung unserer Projekte. Wir müssen nur lernen sie zu lenken und sinnvoll zu nutzen. Dazu geben uns andere Runen Rat,…oder unsere Intuition.

Kürzlich habe ich gelesen, dass man Wasser, mit Uruz “ segnen“ kann, um ihm heilende Wirkung zu verleihen. Was für ein schönes Ritual. In jedem Fall ein stimmiger Gedanke, selbst wenn es nur symbolisch sei!

Schlussendlich ist Uruz für mich geballte, manifestierte Schöpferkraft, Ausdruck unserer Vitalität und physischen Stärke. Die Rune Uruz, in ihrer Form, steht mit beiden Beinen fest am Boden, verwurzelt mit der Quelle bis zum Erdmittelpunkt. Es gleicht meinem Kraftier in seiner animalischen urtümlichen Energie, die mir zur Verfügung steht, wenn ich es zulasse!

Uruz hilft uns unser materiellen Möglichkeiten zu erkennen, erdet, zeigt uns körperliche Mängel auf und weckt unsere Achtsamkeit was wir unserem Körper zuführen und abverlangen.

Runenbefragung zum Frühlingsbeginn 2020

Das Frühlingsfest,…nein eigentlich, das Ziehen der Odinsrune ( der leere Stein) am Wochenende, hat mich dazu bewogen ein Runenorakel zu legen und es für mich zu deuten. Es liegt mir nichts daran die Zukunft vorauszusehen, nein…vielmehr sind mir die Runen willkommene Helfer, Situationen aus einer breiteren Sichtweise zu betrachten.

Mit dieser Legung der Runen möchte ich neue Gedankenanstösse, in Zeiten der Massnahmen rund um das Covid-19, erhalten und mehr Klarheit für mich erfahren.

Ich beginne mit der jüngsten Vergangenheit dort liegt ja der leerer Runenstein, die „Odinsrune“, und weist auf eine Unsicherheit hin sich dem Urvertrauen hinzugeben, Kontrolle zu verlieren – gleich einem Sprung ins Leere.

„Vertrauen ist der Schlüssel zur schöpferischen Kraft des Universums.“

„Ansuz“ in seiner umgekehrten Form, soll mich selbst im Jetzt darstellen. Es drückt ein Gefühl des Mangels an vollständiger Kommunikation aus, zu wenig Klarheit für richtige Entscheidungen. Ein gewissen Widerstand steht im Raum, angebotene Lösungen anzunehmen und umzusetzen. Die Rune mahnt die positiven Aspekte einer misslichen Lage nicht außer acht zu lassen!

„Was auch geschieht, es geschieht zum richtigen Zeitpunkt auf Deinem Weg!“

nach Ralph Blum

Nun, es ist schwer, Positives zu sehen, in Zeiten, die mir in diesem Ausmaß noch nie zugemutet waren. Selbst wenn die Entschleunigung unseres Leben uns sicher gut tut, so steigt auch die Angst vor den langfristigen Folgen und Veränderungen. Ich habe keine Erfahrungswerte auf die ich zurück greifen kann.

„Gebo“, die Partnerschaftsrune, der Einigkeit und nahender Vereinigung, steht in meiner nahen Zukunft. Eigentlich eine fantastische Aussicht, die mir wieder das Geschenk der Freiheit und Leichtigkeit für Offenheit, Ausdauer und konsequentem Handeln vor Augen hält. Wir werden jene Partnerschaften erkennen die Wert und Bestand haben, egal ob auf privater oder beruflicher Ebene. Diese Krise, die alle betrifft, wird uns näher zusammenrücken lassen.

Die Grundlage meiner Frage heute wird durch „Eihwaz“ ausgedrückt. Sie zeigt mir sehr schön die Blockaden und Verzögerung auf meinem Weg durch die derzeitige Lage, sagt aber auch, dass ich Kraft und Weiterentwicklung aus dieser Prüfung ziehen werde. Es bringt aber nichts, derzeit allzu sehr vorwärts zu drängen und sich zu bemühen Dinge zu erzwingen, die wir nicht in der Hand haben.

„Geduld ist gefragt! Es ist so, als wenn wir darauf warten, dass sich eine Kanne mit Wasser füllt!
Ungeduld ist hier nicht hilfreich – beschleunigt das Resultat nicht!“

Durchhaltevermögen, sowie gute Voraussicht und die richtigen Entscheidungen, sind die besten Helfer zu dieser Zeit. Wir befinden uns in einer bedeutungsvollen Phase und einer Prüfung an uns selbst. Treffen wir also mutige Entscheidungen, ernsthaft, mit angemessener Gelassenheit und kommen wir ins notwendige Handeln, wenns soweit ist, auch wenn es unbequem sein mag.

„Hagalaz“ liegt auf der Position der Herausforderung, die es zu überwinden gilt.
Sie deutet auf elementare Zerstörung und Geschehnisse hin, die außerhalb unserer Kontrolle liegen! Einige meiner Pläne werden durchkreuzt und sich gleichsam in Luft auflösen. Ich werde wachgerüttelt, in meinem Gefühl von Sicherheit, in meiner Arbeit, vielleicht sogar in meinen Glaubensinhalten erschüttert.

Unsere innere Kraft selbst, alles was wir bisher gelernt haben und können, wird uns den Weg in die Zukunft weisen, nachdem uns Selbstverständliches genommen wurde. Hab keine Angst!
Das was gerade passiert bedeuten nichts Banales, sondern einen tiefen Einschnitt, aus dem aber auch großes Wachstum auf vielen Ebenen entsteht,..vor allem auf der persönlichen.

Schlussendlich liegt „Sowelo“, auf der Position des „best möglichen Resultates“, bezogen auf die Entwicklung der befragten Situation! Das lässt mich irgendwie erleichtert aufatmen, weil sie mir genau das in Aussicht stellt, was unsere wahre, innere Natur in ihrer Ganzheit braucht.

Der Ausweg aus dieser Prüfung wird uns sehr klar ersichtlich und dennoch individuell angezeigt werden und eine Phase der Regeneration und erneuter energetischer Aufladung wird stattfinden.
Individuell, weil manche von uns eher im Rückzug, Energieräuber meiden werden müssen, während andere sich neuen Einflüssen mehr öffnen sollten um den best möglichen Ausgang aus der Situation für sich zu finden.

Die Kraft dafür wird uns jedoch in mehr als ausreichender Fülle zur Verfügung stehen und wenn nicht viel wichtiger, die Erkenntnis was zu tun ist!
Trotzdem sollten wir mit dieser Quelle der Energie stehts maßvoll umgehen, sie mutig aber fokkusiert für unser Ziel einsetzen,…fließe, statt erzwingen im Prozess dieser Erneuerung.

„Nicht unsere eigene Kraft ist entscheidend, sondern die universelle, schöpferische Energie die durch uns fließt!“

magicofpassions

Fazit:

Was darf ich nun mitnehmen, aus dieser Gedankenarbeit, an Erkenntnis?

Im Grunde Festigung in meiner Einschätzung, dass es sich um nichts Banales handelt, wir nicht übertreiben in unseren Maßnahmen und dass tiefgreifende Veränderungen unser Leben durcheinandergewirbelt.

Wir werden all unsere Fähigkeiten benötigen um neu aufzubauen was gerade verloren geht. Ich habe aber auch die Chance, alteingesessene Gewohnheiten zu verändern, zu modernisieren oder sogar mein Leben in mehr als einem Bereich neu zu gestalten. Das liegt in der Natur solcher tiefgreifender Ereignisse! Unvorhergesehene Rückschläge, Mühe, aber auch Chancen, je nachdem ob wir uns als Designer unsere Daseins annehmen oder nicht.

Die Kraft um das zu bewältigen ist bereits ein Teil von mir und es wird immer wieder mal Phasen der Entspannung geben um meine Batterien aufzuladen. Ich mache mir allerdings auch nichts vor,…

Ich werde warten, auch wenn ich ungeduldig sein mag. Werde Entscheidungen zur rechten Zeit treffen, selbst wenn sie mich zweifeln lassen. Werde ausdauernd sein, obwohl ich machmal erschöpft sein werde. Ich werde mir selbst helfen und dann anderen kraftvoll unter die Arme greifen. Ich werde die Maßnahmen, die unsere Gemeinschaft schützen sollen, mittragen so gut ich kann.

Aber allem voran bin ich achtsam, um im richtigen Zeitpunkt zu handeln, um Wegweiser und Chancen zu erkennen, um zu Entscheiden was richtig für mich ist. Ich bin achtsam um Ängsten einhalt zu gebieten, denn meine positive Einstellung ist mir ein weitaus kraftvoller Helfer als die Furcht.

Ich vertraue, in mich, in meine Fähigkeiten, in mein nahes Umfeld, in eine höhere Macht die mich stärkt…die uns alle versorgt. Ich denke wir brauchen so etwas wie unser Urvertrauen mehr als je zuvor in diesen angesapnnten Zeiten!

In diesem Moment sind viele von uns zum abwarten verdonnert. Nutzen wir die Zeit ernsthaft zur Regeneration, aber auch um uns bestmöglich auf das bevorstehende Morgen vorzubereiten und um uns neu mit unserer Familie und Gemeinschaft innig zu verbinden.

„Tanken wir Energie, mental, emotional und vital, um bestmöglich gerüstet zu sein…und erlauben wir unseren Ängsten nicht das Ruder unseres Lebens zu übernehmen. Vertrauen wir vielmehr in das, was in uns steckt, in starke Partnerschaften und unsere Begeisterung am Leben!“

magicofpassions

Zu guter Letzt, möchte ich darauf hinweisen, dass dies keine allgemeine Legung ist, sondern für mich selbst und meine individuelle Situation.
Dennoch freut es mich, falls Ihr für Euch inspirierende Gedanken, Optimismus oder passende Stellen die vielleicht weiterhelfen, mitnehmen könnt.

Seid stark und kreativ in der Planung und Umsetzung Eurer Zukunft, bleibt gesund und achtet auf Euer nächstes Umfeld!
Organisiert Eure Community und überlegt wie Ihr regional mit Euren Werten und Fähigkeiten unterstützen könnt.

Danke für Eure Zeit und alles Gute auf eurem Weg

Euer Bernhard

Gedanken zum Frühlingsbeginn

Man merkt schon sehr deutlich, dass er da ist, der Frühling und die Tagundnachtgleiche am 20.März 2020 hat das sozusagen manifestiert.
Am 21.März feiern wir das Frühlingsfest – Alban Eiler – „Licht der Erde“, wie es die Neo-Druiden nennen oder das Ostara des germanischen Neuheidentums.

Wie auch immer, es ist eine Zeit des Aufbruchs, Erwachen aus dem Winterruhe. Pläne die in der kalten Jahreszeit geschmiedet wurden drängen jetzt auf Umsetzung. Wir wollen raus, wir wollen Neues erschaffen, das Winterfell abwerfen und uns kreativ verwirklichen.

Dieses Jahr hält uns aber die Krise um die Corona Pandemie in Atem und lähmt unseren Enthusiasmus, lässt uns hadern was richtig und falsches Handeln ist, zwingt uns zur Geduld, bremst uns gleichsam aus.

Auch ich mache mir Gedanken, geb mir Mühe der Situation mit entsprechender Ernsthaftigkeit zu begegnen und das für mich richtige zu tun. Ich glaube fest daran, dass man in jeder Situation die Chancen nutzen soll, den Herausforderungen mutig begegnen muss und die Dinge die man nicht ändern kann möglichst gelassen hinnimmt – Punkt.

Ich habe heute Nauthiz gezogen und das gab mir Anlass über Notwendigkeit und unsere derzeitigen Lage zu reflektieren.

Nauthiz, die Rune die Zwang, Härte, die Ursache menschlicher Sorge, Notwendigkeit ausdrückt, aber auch ein guter Lehrer dafür ist, was getan werden muß.

Ich mag den Gedanken, dass das Universum kein Gut und Böse im ethischen Sinn kennt, sondern alles eine Dualität braucht. In der Natur gibt es kein Gut oder Schlecht, so wie wir es empfinden, sondern nur, je nach Situation, mehr oder weniger Vorteilhaftes. Aber immer ist das, was gerade stattfindet Teil des ewigen Zyklus des Lebens, notwendig und niemals völlig grundlos.

In unserer derzeitigen Situation zwingt uns das sich ausbreitende Covid-19 Virus in die Isolation, in die „Enge“ unserer Behausungen und wir empfinden es als teils unzumutbare Einschränkung. Warum empfinden wir das eigentlich so? Ist das nicht unser geliebter Rückzugsort unsere Festung, mit dem wir Sicherheit und Wohlbefinden verbinden?

Durch die Maßnahmen, die uns die Pandemie aufzwingt, erfahren wir einmal mehr sehr bewusst unser eigenes, einmaliges Wesen und unsere individuellen Bedürfnisse. Was für den einen angenehm, entspannend, beschützend ist, empfindet der andere als beklemmend und bedrückend.
Wie so oft nehmen wir überwiegend, kopfgesteuert mental war – denn unsere emotionalen Bauchgefühl trauen wir zumeist weniger als der Logik.

Statt sich zu sagen, „Ich schütze mich und meine Mitmenschen, indem ich zuhause bleibe, an meinem Lieblingsort, den ich mir so gestaltet habe wie ich mich wohlfühle, der mir vertraut ist“, empfinden viele, „ich bin in meiner Freiheit zu entscheiden eingeschränkt, muss zuhause bleiben, muss mich mit mir selbst und der Situation beschäftigen.“

Ja,…das wir heute konsequent sind ist notwendig, schränkt unseren Aktionsradius ein, aber es gibt eben eine Ursache, die uns zu richtigem Handeln zwingt, zu unserm eigenen Wohl, zur Bewältigung dessen was uns derzeit große Sorgen bereitet.

Nichts anderes sagt mir heute Nauthiz, weist mich auf die „Dringlichkeit“ zur Anpassung meiner Gewohnheiten hin, auf die notwendigen Schritte zur Überwindung der unvorteilhaften Situation in der wir uns befinden, und lässt mich nachdenken…

…nachdenken, warum wir immer wieder in negativen Glaubenssätzen verharren?

Wir sind gar nicht in unserer Entscheidungsfreiheit eingeschränkt, wir haben uns vielmehr dafür entschieden uns zu schützen und das Beste in und aus dieser Situation zu machen, in dem wir gemeinschaftlich die notwendigen Maßnahmen mit tragen…also ich zumindest schon!

Ja es ist ungewohnt, ja es wird weitreichende Folgen geben, mit denen wir zurechtkommen müssen,…aber eins nach dem anderen. Wir schaffen das!
Bis dahin begegnet der Entschleunigung Eures Lebens bewusst, plant Eure Zukunft, bereitet vor, hört nicht auf zu leben…und begrüßt den neuen Frühling mit beiden Armen!

Alles Gute und passt gut auf Euch auf

Euer Bernhard

Lebensmittel vs. Nahrung – Teil 2

Was gut für mich funktioniert.

Gerade weil es so schwierig ist seinen Zugang zu einer gesunden Ernährung zu finden, möchte ich hier diejenigen Erfahrungen teilen, die mir geholfen haben, bzw. die ich für mich als praktikabel, überraschend gut und wohltuend herausgefunden habe.
Ich muss aber an dieser Stelle anmerken, dass ich weder Arzt noch Ernährungsberater bin und meine Erkenntnisse alle auf reiner Selbsterfahrung und praktischer Anwendung basieren.
Außerdem gebe ich zu bedenken, dass ich autoimmun krank bin, mein Körper also mit Nahrungsmitteln schlechter zurecht kommt, die ein 100% gesunder Körper weitaus besser packen kann…selbst wenn das ein oder andere auch für den gesunden Organismus eine Herausforderung ist.

Weitgehend unverarbeitete Rohstoffe

Obwohl es mir mehr Zeit kostet als ich möchte, koche ich wesentlich mehr als früher. Ich backe mein Brot selber und habe tatsächlich gelernt gerne Gemüse zu essen. Dabei habe ich ganz neue Lebensmittel kennengelernt, wie zum Beispiel die Süßkartoffel, die man sehr vielfältig und lecker zubereiten kann und statt der üblichen Beilagen wie Kartoffel, Nudeln oder Reis hernehmen kann. Außerdem macht die Süßkartoffel mich satt und schmeckt mir!

Ich esse gar keine Fertiggerichte mehr und weitgehend keine Konserven.
Zum Kochen nehme ich Olivenöl oder Kokosöl, je nach Gericht passend.
Da ich sowieso selten ins Restaurant gehe, picke ich mir auch hier die Rosinen raus und teste Gaststätten, die von sich behaupten sehr gute Qualität zu bieten, frisch zu kochen. Da ich beruflich viel unterwegs bin, funktioniert das natürlich nicht immer, was ich unmittelbar spüre und „verdauen“ muss!

Beim Obst schwanke ich leider öfters, obwohl ich weit mehr esse als früher. Hier habe ich zwar gehört, dass es überbewertet ist täglich Obst zu essen, empfinde es aber selbst dennoch als den gesündesten Zuckerlieferanten. Zitrusfrüchte liebe ich, tun mir aber irgendwie nicht gut.

Nein, ich pflanze meine Lebensmittel nicht selbst, sondern kaufe auch in verschiedenen Läden ein, selbst im Supermarkt. Ich mache mir aber inzwischen die Arbeit, mir genau die Zutaten-Liste anzusehen und wenn es mir dann auch noch gut tut, kommt es auf meine Liste meiner Lebensmittel. Meine Grundlebensmittel beziehe ich deshalb stets aus der selben Quelle und von der selben Marke.

Es ist also nur am Anfang ein nennenswerter Aufwand der nervt. Schon bald hat man seine Basics beisammen und kauft mit dem gleichen Zeitaufwand ein wie früher, nur gezielter.

Trinken und Getränke

Abgesehen von reinem Trinkwasser, nein Mineralwasser gehört nicht dazu, sind Getränke auch mit Nährstoffen beladen. Also muss man auch hier kurz checken was man eigentlich zu sich nimmt.

Ich komme zum Beispiel mit Kohlensäure schlecht zurecht. Es hat zwar bei mir keine unmittelbar sichtbare Effekte auf die Verdauung, aber ich scheine die Kohlensäure schlecht zu absorbieren oder zu verarbeiten. Jedenfalls bläht sie mich, und gibt mir recht schnell ein Sättigungsgefühl. Kommt Alkohol dazu, wirds richtig heftig.

Alkoholische Getränke hab ich drastisch reduziert und das tut mir extrem gut. Alleine schon der Zucker, der meinem Körper dadurch erspart bleibt und auch die Bauchspeicheldrüse ist sicher dankbar dafür. Ich habe Glück, dass ich nie so extremes Verlangen nach Alkohol hatte, so war es recht simpel das Suchtmittel in ein selten konsumiertes Genussmittel zu verwandeln.

Die weit größere Hürde hier war der gesellschaftliche Druck. Als maßvoller Alkoholkonsument wird man oft dümmlich angesprochen und muß mit kindischen Kommentaren umgehen lernen. Es scheint mir, dass viele ein gewisses Missionierungsbedürfnis verspüren, Antialkoholiker auf den rechten Pfad zu führen.

Es tut mir aber verdammt gut, wenig Alkoholisches zu trinken und vor allem trinke ich nur das wonach mir hier und jetzt ist. Und so kommt es schon mal vor, dass ich genüsslich, in einer Runde von Biertrinkern, an meinen Campari-Orange nuckle, während ein paar halblustige Kommentare am Lotusblüteneffekt meiner Selbst abperlen.

Über zuckerhaltige Getränke muss ich nichts sagen, wir sind hier ausreichend aufgeklärt. Schon das Weglassen meines täglichen Cola-Konsums hat ein paar Kilo Körperfett purzeln lassen. Dabei ist es nicht nur der Zucker alleine, sondern neben anderen Inhaltsstoffen, vor allem der zusätzlich durch Getränke erhöhte Blutzuckerspiegel, der ständig die Insulin Produktion stimuliert.

Wasser ist lebensnotwendig, kein Nahrungsmittel, aber für mich Lebensmittel, weil ohne Wasser kein Leben. Es ist wohl eines der besten Lösungsmittel, dient uns ausserdem als Transportmittel und Kühlmittel. Wasser hat aber einen eigenen Beitrag verdient, also weiter…

Im Winter trinke ich viel Kräutertees, und ja, mir schmeckt das und ich habe regelrecht Lust darauf. Vor allem wenn man sich erst ans tägliche Trinken von ausreichend Wasser statt süßen oder alkoholischen Getränken, gewöhnen muss, sind Tees eine gute Lösung.

Wer sich damit auskennt, kann sogar noch mehr für seinen Körper und sein Wohlbefinden aus Tees rausholen. Kräuterheilkunde ist ein spannendes Thema, aber nicht von heute auf morgen erlernt.

Cafe und Tee,…mein lustvolles Laster. Ich geniesse diese Getränke zu sehr, um mich hier einzuschränken! Eine Tasse Espresso oder grüner Tee am Abend,…das sind liebgewonne Rituale, auch wenn ich über die negativen Effekte weiß. An manchen Tagen ist mein Kaffeekonsum sogar grenzwertig.

Zucker

Einer meiner grundlegenden Massnahmen vor über 30 Jahren, zur wesentlichen Verbesserung meines Gesundheitszustandes, war das Weglassen von Zucker und eindeutig zuckerhaltigen Speisen, sowie Getränken!

Ein halbes Jahr habe ich es durchgehalten, dann ein Stück Schokolade und ich war sofort wieder auf Droge. Ich kann mich bis heute an diese grandiose Geschmacksexplosion erinnern, dass dieses erste Stück Zucker, nach der Enthaltsamkeit ausgelöst hat, man könnte es fast schon als lustvolles Erlebnis bezeichnen.

Auch wenn ich Süßigkeiten nicht ganz aus meinem Leben verbannen möchte, so hab ich in den letzten Jahren, das zuckerfreie Monat eingeführt. 3-4 Monate im Jahr verzichte ich auf Zucker und es tut mir so gut, dass ich mich frage, warum ich es nicht immer tue? Ich bin viel energiegeladener und wacher ohne Zucker, bzw. ohne zusätzlichem Zucker, denn wir konsumieren sowieso genug versteckten Zucker mit unserer Nahrung.

Supplements

Ich habe ein leben lang ohne Nahrungsergänzungsmittel überlebt, trotzdem nehme ich seit 8 Monaten regelmäßig ein paar davon. Neben Vitamin-C, Vitamin-D, Omega-3 Fettsäure und Probiotika, nehme ich L-Glutamin und überlege Collagen hinzu zu fügen.


Was mich letztlich dazu bewogen hat meinem Körper zusätzliche Stoffe zuzuführen sind folgende Punkte:
– Ich kann kaum mehr feststellen, wie viele Nährstoffe tatsächlich noch in meiner Nahrung sind.
– Eine ärztliche Empfehlung zu Vitamin D und Omega 3 Fettsäure anhand meiner Blutwerte.
– Die Amy Myers Autoimmun-Lösung, die mir ein weiteres Mal bewiesen hat, wie sehr wir für unsere Gesundheit in der Selbstverantwortung sind.
– Die für mich schlüssige Behauptung eines Ernährungsberaters, dass unser Obst und Gemüse allein schon saisonal einem Nährstoffverlust unterliegt und uns deshalb, in normal zu bewältigender Menge, nicht verlässlich mit der notwendigen Menge an Vitaminen versorgen kann.

Obwohl ich darüber nachdenke die Supplements auf ein paar wenige zu reduzieren, werde ich spezielle auf L-Glutamin und Probiotika nicht verzichten. Diese unterstützende Stoffe, helfen meinem Darm spürbar und relativ unmittelbar sich selbst zu helfen.

Heilfasten und Detox

Im Prinzip tut mir jede Art der reduzierten Nahrungsaufnahme gut. Dabei meine ich nicht hungern, sondern bewusst Essen und vor allem Pausen zwischen den Mahlzeiten. Mein natürlicher Rhythmus des Hungergefühls ist alle 4-5h.

8:30-13:30-18:00 Uhr, hab ich beobachtet. Aus meiner Kindheit war ich aber gewohnt dass es zusätzlich eine Schuljause am Vormittag und eine Kaffeejause zusätzlich gibt dafür das Abendessen etwas später.

Gerade diese Zwischenmahlzeiten sind beim Erwachsenen aber nicht mehr notwendig und belasten den Körper eher als sie ihm dienen,…davon bin ich überzeugt, auch wenn ich nicht frei von Fehlern bin. Oft sind es nur Snacks, Süßigkeiten, etwas Gebäck, das wir zwischen den Hauptmahlzeiten einwerfen, mehr aus Lust als aufgrund eines tatsächlichen Hungergefühles.

Ich hab unlängst gelesen, wer sich zu den Hauptmahlzeiten ausreichend satt isst, braucht keine Zwischenmahlzeiten. Hat man dennoch dazwischen ein Hungergefühl, so hat man entweder nicht genug zu den Hauptmahlzeiten gegessen, oder hat in Wahrheit Durst und nicht Hunger!

Das probiere ich gerade aus,…Wasser trinken, wenn ich zwischendurch Hunger verspüre. Ich muss sagen,…ich bin noch nicht überzeugt.

Was ich sehr wohl bestätigen kann, sind die positive Effekte, weniger Müdigkeit unter Tags und bessere Verdauung! Es erscheint mir deshalb glaubhaft, dass es dem Verdauungstrakt einfach gut tut, diese Pausen zur Regeneration und Reinigung zu haben.

Ich möchte 2 Ernährungsformen erwähnen, die mir sehr geholfen haben und ich deshalb gerne teile und empfehle.

Die Montignac Methode

Ursprünglich für Diabetiker von einem Herzchirurgen entwickelt, basiert diese Ernährungsform auf einer Art Trennkost mit starkem Low Carb Einschlag und dem Ziel den Blutzuckerspiegel wenig zu belasten. Nahrungsmittel bzw. Mahlzeiten mit hohem glykämischem Index gilt es zu vermeiden.

Diese Ernährung ist nicht nur schmackhaft, und wohltuend für die Verdauung, sondern hatte bei mir auch eine langsame, nachhaltige Gewichtsreduktion bewirkt. Es besteht keine Kalorienbegrenzung bei den Mahlzeiten – essen bis man satt ist von dem was erlaubt ist und zusammen passt.

Da man aber gewisse Lebensmittel nicht kombinieren darf, ist es auf Reisen wenig praktikabel und beim Frühstück für mich sehr gewohnheitsbedürftig gewesen. Der Erfolg hat sich aber rasch, eindeutig und nachhaltig eingestellt. Kartoffeln, Bier und Reis sind neben anderen Zutaten, wegen des hohen glykämischen Last bei dieser Methode so gut wie Tabu.

Die Amy Myers Methode

Die Autoimmunlösung, beginnt erst mit einer Darmsanierung, durch extreme Entlastung des Verdauungstracktes für einen Monat, mit dem Ziel der Selbstheilung. Für diese 30 Tage werden Rezepte für jeden Tag zur Verfügung gestellt und das ist auch hilfreich, denn auf den ersten Blick hat man das Gefühl überhaupt nichts mehr essen zu dürfen was satt macht.

Im Anschluss der Darmheilung folgt eine Ernährungsumstellung auf glutenfreie und laktosefreie Kost…für immer? Auch auf entzündungsbegünstigende Nahrungsmittel wird verzichtet. Es werden aber nach und nach Lebensmittel wieder hinzugefügt, soweit sie gut vertragen werden.

Die Autorin leidet selbst an einer Autoimmunerkrankung, hat Schulmedizin studiert, sich aber auf die ganzheitliche Heilung mittels funktioneller Medizin spezialisiert. https://www.amymyersmd.com/

Es hat mich wahnsinnig viel Überwindung gekostet dies Methode auszuprobieren, weil so wenig erlaubt ist, die ersten 30 Tage, und ich hätte auch nicht durchgehalten, wäre nicht dieses Wunder passiert!

Nach gerade einmal 4 Tagen hat sich meine Verdauung dermaßen positiv verändert, wie ich es seit mehr als 30 Jahren nicht erlebt habe. Durch diesen Motivationsschub wurde das Programm zum Selbstläufer! Ich war wach, energiegeladen, und meine Verdauung grandios!

Nach 6 Wochen war meine Schuppenflechte, an der ich 1,5 Jahre ohne einen einzigen beschwerdefreien Tag gelitten habe, am ganzen Körper verschwunden…und das ist auch heute, 8 Monate später, noch immer so!

Wahnsinn, dass eine Darmentzündung für eine Hauterkrankung verantwortlich ist! Im Buch zu diesem Programm oder der Webseite der Autorin, wird es aber schlüssig erklärt.

Ich ernähre mich heute glutenfrei, ohne Nachtschattengewächse und mit wenig bis gar keinen Kuhmilchprodukten. Diätfehler merke ich unmittelbar durch eindeutige Symptome, die aber fast genau so schnell wieder verschwinden, wie sie auftauchen – soweit es bei einem Ausreißer bleibt.

Für mich steht fest, mein Verdauungsapparat hat sich, so gut es geht, selbst repariert, weil ich ihm die Chance dazu gegeben habe -magisch – und ist heute wesentlich resistenter gegenüber Nahrungsmitteln die ich nicht gut vertrage.

Nahrungsmittel auf die ich verzichte

„You are what you eat, so don´t be fast, cheap, easy or fake!“

Quelle: Printerest

Seit Sommer 2019 ernähre ich mich glutenfrei und meide Milchprodukte. Ich esse auch keine Nachtschattengewächse mehr, außer ab und an Kartoffeln. Rohe Tomaten, Paprika, Auberginen, Mais, Hülsenfrüchte und Soja vermeide ich. Eier esse ich nur noch hart gekocht.

Ich lege 4 mal im Jahr ein zuckerfreies Monat ein und versuche insgesamt keine Zwischenmahlzeiten bzw. Snacks zu essen. Wenn ich Süßigkeiten esse, dann nur weizenfrei bzw. glutenfrei.
Bei Wurstware beschränke ich mich auf Schinken und Speck. In so gut wie allen Wurstwaren, Fertiggerichten, Packerlsuppen, usw. ist Weizenmehl verarbeitet. Keine Pizza mehr, außer die glutenfreie Variante, soweit angeboten.

Weizen ist ja inzwischen aus gutem Grund kennzeichnungspflichtig. Ich dachte echt ich werde verrückt, in wie vielen Produkten und vor allem in welchen, Gluten eingearbeitet ist! Inzwischen habe ich aber einen guten Überblick. Zu meiner Verwunderung und Freude werden aber immer mehr glutenfreie Produkte angeboten, praktisch in jedem Supermarkt und Drogeriemarkt. Das ist irgendwie bezeichnend, oder?

Was esse ich und vertrage ich gut?

Zum Frühstück gibts selbstgebackenes Brot mit Butter, Schinken oder Marmelade. Alternativ Salatwraps mit Schinken oder faschiertem Fleisch. Ab und an glutenfreies Müsli mit Reismilch oder Mandelmilch.

Mittags/ Abends jede Art von Fleisch gekocht, in Kokosöl oder Olivenöl gebraten mit leckeren Beilagen wie Salat, Brokkoli, Kürbis, Süßkartoffel, Blumenkohl, Erbsen (obwohl Hülsenfrucht), Karotten, rote Rüben, Reis, Spaghetti (glutenfrei), Avocado, Salatgurke, Essiggurke, Fisch, Scampi, Kren, Datteln, Feigen, Spinat, Obst aller Art.

Körper und Seele

Mir ist im Laufe der Jahre bewusst geworden wie sehr körperliches Wohlbefinden, Verdauung und emotionales Gleichgewicht in Zusammenhang stehen. Sich Zeit nehmen zum Essen, bewusste Nahrungsaufnahme, ist nicht nur ein Mythos vergangener Generationen. Seelische Dauerbelastung, permanente Hektik, schlägt sich auf den Magen.

Nun kann man aber nicht dauerhaft sicherstellen, dass man von Schicksalsschlägen und stressigen Situationen verschont bleibt. Leben ist Herausforderung, Lernen und Wachsen, gerade bei der Bewältigung unbequemer, ungewohnter, schwieriger Situationen entwickeln wir uns weiter.

Wenn man nicht von Haus aus, die Ruhe in Person ist, helfen mentale Entspannungstechniken, eine bessere Ausgeglichenheit und höhere Stressresistenz zu entwickeln. Gerade um alltägliche Dauerbelastungen und wiederkehrenden Druck besser zu bewältigen, sind Methoden zur Entspannung sehr gut geeignet.

Ich habe mit autogenem Training begonnen, mich mit der Kraft des positiven Denkens beschäftigt und schließlich den Weg zu dynamischeren Methoden, die den Körper mit einbeziehen gefunden – Yoga und Wyda.

Auch wenn der Effekt bei psychosomatischen Leiden deutlich klarer erkennbar ist, bin ich davon überzeugt, dass ein mentales Training für jeden eine Bereicherung ist…und es ist Spaß,…und es ist Zeit für Dich!

„Wissen ist nicht genug, wir müssen anwenden.

Wollen ist nicht genug, wir müssen tun!“

Bruce Lee

Finale Worte

Wie schon zu Beginn erwähnt, soll dieser Text informieren, inspirieren und mit etwas Glück den Menschen finden, dem das ein oder andere hilft oder auf dem eigenen Weg bestärkt.

Unsere Ernährung, die Qualität der Lebensmittel, mit denen wir uns versorgen, hat wesentlichen Einfluss auf unsere Gesundheit, unsere Vitalität und unser Wohlbefinden. Heilfasten entschlackt unseren Körper, entgiftet den Darm und erhält ihn leistungsfähig, hilft ihm sich selbst zu helfen.

Aber Ernährung ist nur ein Eckpfeiler für ein ganzheitliches, ausgewogenes Leben. Wir brauchen auch Herausforderung, Begeisterung, Bewegung, Entspannung, Sicherheit, Liebe, Sexualität, Akzeptanz, Geduld, Aufregung, Erfolg,…

Für all das, ist ein gesunder, kräftiger, widerstandsfähiger Körper vorteilhaft, wenn nicht sogar notwendig. Darum sollten wir uns alle Mühe geben unsere Hülle und Innereien mit dem Bestmöglichen zu versorgen, selbst wenn es mitunter schwierig ist unsere passenden Lebensmittel zu finden,…aber das war ja immer schon so, vom Anbeginn der Zeit an. 😉


AUS!

Spiritualität neu entdeckt?

4 Tage Schulung in Mental- und Bewegungslehre liegen hinter mir. Wyda, ein System, das die Kräftigung, Harmonisierung und schussendlichen Vereinigung der Mental-, Emotional- und Vitalfelder verfolgt, mit dem Ziel zu einer ausgeglichenen, gesunden Lebensweise beizutragen.

Eine großartige Zeit mit einzigartigen Menschen, die allesamt bestrebt sind zu lernen, zu verstehen und schließlich die Umsetzung zu schaffen. Dieser Artikel soll aber nicht dem Wyda selbst gelten, sondern vielmehr sehr allgemein der Entwicklung unserer eigenen Spiritualität gewidmet sein.

Für mich selbst ist es ebenfalls der Anfang einer neuen spirituellen Reise, nicht zum ersten mal, aber voller Vertrauen in die eigene Kraft. Es ist eine Auseinandersetzung mit sich selbst und dem was uns alles, in seiner ganzen Vielfalt, umgibt.

Die mentale Arbeit in den Alltag zu integrieren wird in den nächsten Monaten eine Herausforderung sein und dennoch wird es gelingen, weil es Stellenwert für mich hat. Soll heißen, ich weiß warum und wofür ich es mache.

Ich davon überzeugt, dass es zu meiner ganzheitlichen Gesundheit beiträgt und es mich im tiefen Verständnis meiner Persönlichkeit weiter bringt. Letztlich ist es aber auch einfach ein spannendes Abenteuer, sich auf eine ganz neue Art und Weise selbst zu begegnen.

„Je älter Du wirst, desto mehr wird Dir klar, dass es in Ordnung ist, ein Leben zu leben, das andere nicht verstehen.“

Glaub an Dich!

Der Glauben, ist eine wunderbare Sache, denn es ist Wissen durch Erkenntnis und nicht durch Bewiesenes. Es ist also nicht entscheidend, ob das, woran wir glauben von anderen beglaubigt wird, sondern vielmehr, dass wir erfahren was uns Stärke und Halt gibt. Genau daran sollten wir unsere Geisteshaltung und unsere Handlungen ausrichten.

Auf unserem spirituellen Weg erkennen wir was wahrhaftig ist, was uns in unsere ureigene animalische Kraft bringt. Es lässt uns über uns selbst hinauswachsen in Demut und Achtsamkeit.

Wyda wird für die nächsten Monate mein Weg sein und die Runen ein inspirierendes Werkzeug um zu reflektieren. Ich erwarte kein Hexenwerk, sondern vielmehr innere Harmonie, vitale Stärke, und meine eigene konsequente, wie intensive Hingabe um die Gesamtheit der ureigenen Kräfte besser kennen zu lernen und zu kultivieren.

Ich begebe mich nicht auf diese Reise um zu imponieren und schon gar nicht um zu missionieren! Dennoch würde es mich freuen, wenn ich andere Menschen dazu inspirieren kann, ihre spirituelle Seite, auf ihre ganz eigene individuelle Art und Weise, für sich neu zu entdecken oder weiter zu entwickeln.

„Jeder Gewinner steht auf einem Berg von Niederlagen!“

Auch ich starte nicht den ersten Versuch , standhaft zu bleiben, im Bestreben der Spiritualität den festen Platz in meinem Leben einzuräumen. Wachstum ist materiell, emotional und mental gleichsam gefordert, nur so bleiben wir in unserem einzigartigem Wesen im Einklang!

In diesem Sinne, wünsch ich Euch eine fabelhafte Woche und Spaß an den Projekten Eures Lebens.

Euer Bernhard

Zeit haben – Zeit nehmen

Die Zeit oder vielmehr der Mangel derselben, scheint eines der großen Themen in meinem Leben zu sein. Ich könnte jetzt sagen, „das geht doch vielen anderen auch so“, oder „das kommt von meinen vielfältigen Interessen“ oder „ich bin gerade beruflich so eingespannt“ oder „die Familie braucht mich“ oder…

„Es ist nicht so, dass Du keine Zeit für Sport hast, Du hast Dich nur irgendwann dazu entschlossen keinen mehr zu machen!“

„Man muss sich doch nur Zeit nehmen, für die Dinge die einem selbst wichtig sind.“ Nunja,…das ist jetzt auch wieder einfacher gesagt als getan, denn der Alltag mit seinen Verpflichtungen hält uns alle auf Trab. Es ist aber durchaus etwas Wahres dran, dass wir in den ständig gleichen Mustern und angelernten Routinen verweilen…mehr oder weniger gerne. Wir verschwenden Zeit für Ausreden, warum wir Dinge nicht tun können. Bereits diese paar Minuten der Begründung, warum ich etwas nicht tun „kann“, könnte ich besser für mich nutzen und sei es nur um eine Gedankenpause zu genießen. Wir sind verantwortungsvolle Menschen, wollen alles richtig machen, verlässlich sein für andere, und da sein für unser engeres Umfeld, für Familie und Freunde. Das ist auch gut so, doch sollten wir niemals auf uns selbst vergessen und auf die Momente, die uns erfüllen, die für uns selbst das Leben lebenswert und aufregend macht.

Also wenn wir alles richtig machen und dennoch was fehlt, wenn etwas zu kurz kommt, was mach ich dann falsch? Wenn der Tag zu kurz wird, uns stresst, am Abend scheinbar nichts mehr bleibt, für uns selbst. Wo fange ich an? Was muß ich verändern? Wo ist die Türe durch die ich das Hamsterrad verlasse?

Es bleibt wohl nicht aus, unsere Handlungen, Routinen und Aufgaben erneut eingehend zu durchleuchten und einer Neubewertung zu unterziehen.
Ja, und vor allen anderen jene, die wir als unabdingbare Verpflichtungen ansehen, die Aufgaben die scheinbar nur wir selbst erledigen können, sowie die gesellschaftlich als wertvoll eingestuften Handlungen und sozialen Pflichtveranstaltungen. Wobei wir aber keinesfalls in die Falle tappen sollten die Gesellschaft oder unsere Mitmenschen für unsere Situation, für unseren Mangel, verantwortlich zu machen, denn wir selbst sind die Architekten unseres Lebens und entscheiden jeden Tag, was wir tun oder nicht, mit wem wir uns treffen und was für unser Dasein Priorität hat.

Warum ist es wichtig, Zeit ganz für sich allein zu haben?

Ich halte Freizeit – und das definiere ich, als für mich selbst frei zur Verfügung stehende Zeit – als immens wichtig. Warum? Weil nur das die Ressource ist, die ich individuell und kreativ gestalten kann, mit Dingen die mich begeistern, in einem Umfeld das mich fesselt. Für mich ist es auch das beste Werkzeug um eine gewisse Balance ins Leben zu bringen bzw. zu erhalten, zu reflektieren, zu planen, gesund zu bleiben und letztlich zu genießen.

Neben dem Broterwerb, lebenserhaltenden Maßnahmen und der Nachtruhe muss es einfach mehr geben, was das Leben ausmacht,…tagtäglich! Ich darf dankbar sagen, dass ich meine beruflichen Tätigkeiten durchaus gerne ausübe, dennoch gilt es der Vielfalt des Lebens, unseren Leidenschaften, und den Menschen die wir lieben, Raum zu geben, Zeit zu widmen.

Distress macht krank oder gefährdet zumindest unsere Gesundheit, ich denke das ist heutzutage ausreichend wissenschaftlich belegen. Es hilft also nicht jeden Tag randvoll zu packen um alles unter einen Hut zu bekommen! Ich hatte meinen Schlaf mehrere Jahre lang, auf 4 Stunden täglich reduziert, um mehr vom Leben zu haben und bin schließlich im ständigen Schlafdefizit allem nachgekommen dem ich für mich selbst Wert gegeben habe. Das geht eine Zeit lang ganz gut, vor allem wenn man sich mit Dingen, die einen persönlich begeistern, hochpuscht. Der menschliche Körper ist eigentlich unglaublich widerstandsfähig, anpassungsfähig und kann auf ein Minimum an Regeneration gefahren werden, aber letztendlich will ich auf die Dauer nicht so leben und es ist mit Sicherheit nicht förderlich für die allgemeine Gesundheit.

Ich halte mich selbst für einen sehr leidenschaftlichen Menschen mit vielen Interessen, manchmal etwas einsiedlerisch veranlagt, was wiederum mit meinen Passionen zusammenhängt, aber durchaus gesellschaftsfähig. Ich brauche täglich kleine Highlights um ausgeglichen und zufrieden zu sein. Rein rechnerisch brauche ich weit mehr als 24 Stunden am Tag um das zu schaffen, was ich erleben möchte. Aber diese Extrazeit gibt es nicht, auch nicht für mich! Ich muss also zwangsläufig mein Verhalten und meine täglichen Aufgaben betrachten, den Wert jeder Handlung in Frage stellen, auch wenn es mir schwer fällt oder zuweilen unverschämt erscheint. Es gilt die Zeitdiebe zu finden und zu eliminieren, denn nur so haben die wirklich wertvollen Momente und Begegnungen in meinem Leben Platz zum atmen.

Ich möchte Zeit in meinem Leben für meine persönliche Weiterentwicklung, für kreatives Werken, für Spiritualität, für Menschen die mich begeistern und letztlich für lustvolle Auszeiten verwenden. Wie schaffe ich das nur?

Entschleunige Deinen Tag! Wie geht das?

Wenn die Aufgaben mir über den Kopf wachsen, der Stresspegel ein gewisses Maß übersteigt, dann steige ich auf die Notbremse, ich fahre mein System auf Null. Damit meine ich Stillstand, Unproduktivität, weniger als Pause, Standby! Das schützt mich zwar vorm Durchdrehen oder Burnout, aber man relativiert dabei natürlich die produktive Zeit, die man zuvor durch vermeintliche Höchstleistungen vollbracht hat. Es macht also keinen Sinn sich ständig auszupowern und anschließend in den „Regenerationsmodus“ zu fallen.

Es gilt also eine möglichst konstant gute Produktivität mit geplanten Pausen zu erreichen und Notabschaltungen zu minimieren! Dazu muss ich erst mal meine Tage, Wochen, ja mein Leben etwas bereinigen, entschleunigen, damit der somit neu gewonnene Leerlauf mit wesentlichen Dingen, die mich weiter bringen, mir Freude machen, Erfolg und Lebenslust schenken zu befüllen,..Schritt für Schritt. Dazu muss ich nicht gleich zurück auf Anfang, alles hinschmeißen, aber so etwas wie ein Neuanfang ist es dann irgendwie doch!

Deshalb stelle ich mir folgende Fragen. Wie kann ich meine beruflichen Aufgaben besser, effizienter, stressfreier planen? Was muss ich wirklich alles selber machen? Hab ich ein Team das mir helfen kann? Kann ich vielleicht sogar eine Aufgabe delegieren? Wie viel Zeit verbringe ich täglich mit Emails? Wie lange ist mein Weg zur und vom Arbeitsplatz? Wann arbeite ich konzentriert an wichtigen Arbeiten? Wie lange telefoniere ich und ist jedes Gespräch notwendig?

Was sind meine täglichen Routinen? Wann mache ich Pausen und wie lange? Wie ist mein Essverhalten? Zu welcher Tageszeit habe ich mehr Energie und zu welcher eher weniger? Welche Tageszeit möchte ich mir für mein soziales Umfeld reservieren? Welchen Verpflichtungen fühle ich mich wirklich aus ganzem Herzen verpflichtet? Wie viel Zeit nehme ich mir zum Nachdenken und wie viel zum Tun? Wie viel Zeit verbringe ich täglich auf sozialen Netzwerken,…

Unterstützt mein jetziges soziales Umfeld meine gewünschte Lebensgestaltung? Welche Menschen bereichern mich? Welche Menschen belasten mich? Welche Momente berauschen mich? Welche Momente langweilen mich? Wofür wende ich exzessiv Zeit auf? Wofür habe ich zu selten Zeit?

Mit den Antworten zu diesen Fragen, für die man sich freilich auch Zeit nehmen muss, ergibt sich bereits das ein oder andere klare Zeichen. Es ist mir durchaus bewusst, dass es Überwindung kostet der ein oder anderen Tatsache ins Gesicht zu sehen und die Konsequenz zu ziehen! Denn zu wissen was zu tun ist, ist eins und es umzusetzen etwas ganz anderes.

Was für mich gut funktioniert.

Es gibt ein paar Strategien, die für mich selbst gut funktionieren und die möchte ich gerne hier festhalten und mit Euch teilen. Nein, es gibt keine Garantie, dass sie Euch im gleichen Maße helfen, aber vielleicht ist das ein oder andere dabei, das ihr selbst ausprobieren wollt.

Blöcke und Prioritäten

Ich teile meinen Tag in überschaubare Blöcke und großzügige Pausen, die sich sowieso von selber füllen. Ich plane für jeden Tag 2 wichtige Aufgaben, maximal 3, die ich unbedingt erledige und die mehr Zeit benötigen, sagen wir jeweils in etwa 2 Stunden konzentrierte Arbeit. Das sind meine Prioritäten, denen sich alle anderen Aufgaben, vor allem die ungeplanten unterordnen. In dieser Zeit gehe ich so gut wie nie ans Telefon und lese keine emails.

Es gibt nur 2 Blöcke für Emails, einen gleich am Morgen und einen im Laufe des Nachmittags. Außerhalb dieser Blöcke werden keine beruflichen Emails beantwortet, außer ich bin auf Reisen und es ergibt sich eine natürliche Gelegenheit dafür, die ich nutze. Ohne diese Regel könnte ich den ganzen Tag nur Nachrichten beantworten und telefonieren.

Ich verwende nur einen gemeinsamen Kalender für berufliches und privates, so fällt es mir persönlich am leichtesten den Überblick zu bewahren. Durch die färbigen Kategorien erkenne ich vor allem Besprechungen und private Termine sofort, dass sind meist die unumstößlichen Termine. Da auch hier die wichtigen Aufgaben in Blöcken dargestellt sind kann ich wenn notwendig Tätigkeiten leicht verschieben oder tauschen, nur die heutigen Prioritäten nicht. Ich aktualisiere aber fast täglich die Aufgaben der nächsten Tage, um zu optimieren oder Dringliches unterzubringen.

Routinen

Routinen haben so etwas zwiespältiges für mich! Auf der einen Seite hasse ich es mir eine gewisse Regelmäßigkeit aufzubürden, auf der anderen Seite hilft es aber Zeit für wichtige, notwendige, aber auch lustvolle Handlungen an Werktagen festzulegen. Ich denke das wichtigste an privaten Routinen ist es sie ernsthaft zu verfolgen und dennoch nicht als unumstößlich zu behandeln.

Ich habe eine Morgenroutine, da hilft es uns an Arbeitstagen mit der recht beschränkten Zeit zurecht zu kommen und dennoch nicht mit 2 verschiedenfärbigen Socken an den Füßen außer Haus zu gehen. Um nicht die mir so wichtige Cafezeit einzubüßen, ist es wichtig spätestens um 6:00 aus dem Bett zu hüpfen. Teewasser aufsetzen Cafemaschine starten, ein wenig dehnen und dann wird bei einer Tasse Cafe kurz der vergangene Tag in einem Journal, also Tagebuch, festgehalten.

Ich ziehe eine Rune des Tages, weniger um die Tagesqualität zu erfahren, sondern zur Zeit damit ich mit den verschiedenen Symbolen und ihrer Bedeutung immer besser vertraut zu werden. Natürlich refelektiere ich dann auch etwas auf meine derzeitige Situation oder denke zumindest bewußt nach. Eine kurze Notiz im Journal hilft mir beim Lernen.

Danach wird Frühstück und die Schuljause für die Kinder gemacht und wenn dann alle aus dem Haus sind gehe ich duschen und beginne mit den beruflichen Tätigkeiten, zumeist der erste Email-Block.

Cafezeit! Auch das ist eine Routine, eine der unbezahlbarsten. Eine kurze Pause gegen 10:30 und dann am späten Nachmittag. Für mich sind diese 5-15 Minuten, die ich oft im Gespräch mit meiner Partnerin verbringe, ein Stück Lebensqualität. Ich schalte da bewußt ab, atme durch und genieße den Kontrast zum Tagesprogramm.

Am späten Nachmittag nehme ich mir Zeit für Fitness&Entspannung, wobei dass die „Routine“ ist, die am schwersten konsequent eingehalten werden kann. Gegen Abend kommt halt alles zusammen und man läuft leicht Gefahr eine gute Ausrede zu haben, unregelmäßig zu werden. Es ist ja eigentlich auch die falsche Zeit für mich für diese „Ich-Zeit“, denn am Vormittag fällt mir sowohl Bewegung als auch Konzentration weitaus leichter.

Ein Grund mehr, hier an sich zu arbeiten, eigentlich eine Chance zu lernen, den Dingen die uns wichtig sind treu zu bleiben und Raum zu geben. Außerdem kann wohl niemand alles in die energiereichste Periode des Tages verschieben.
Ich möchte dennoch den Versuch wagen zumindest meine spirituelle Seite bzw. den entsprechenden Tätigkeiten, vormittags Zeit einzuräumen.

Routinen verwende ich für Tätigkeiten und Passionen, bei denen die Regelmäßigkeit über der notwendigen Zeitspanne steht und die auch in kurzen intensiven Sequenzen sinnvoll sind. Das sind, zumindest bei mir, Handlungen des Lernens, der Ernährung und der aktiven Bewegung, denn für die ist regelmäßigkeit der Schlüssel.

Passionen, meine Leidenschaften

Für die Dinge die mich begeistern, kreativ fordern und Auszeit bedeuten brauche ich Zeit mit Luft nach hinten. Ich beginne zum Beispiel gar nicht zu zeichnen, zu lesen oder zu meditieren, wenn ich nicht zumindest 2 h am Stück Zeit habe. Für mich sind meine Passionen eine Welt der puren Begeisterung mit hohem Erholungswert und das kann ich schwer in einer freien halben Stunde empfinden. Mit diesen Dingen verbringe ich deshalb meine Abende oder Wochenenden, wobei es mir extrem wichtig ist, diese Momente, die in Wahrheit der essentielste Teil meines Lebens sind auf die Wochenenden zu beschränken – niemals! Das gilt übrigens auch für die Begegnung mit mir wichtigen Menschen, die mich fesseln, inspirieren oder einfach nur gut unterhalten – dafür muß Zeit sein, selbst mal ungeplant länger dauern und den Rest des Tages kollabieren lassen.

Überraschende Pausen

Pausen die ungeplant entstehen, sind Chancen die man für sich nutzen sollte, ja, ganz für sich selbst. Das heißt nicht, dass ich jede Pause sogleich mit einer Handlung fülle, auch wenn ich das oft mache. Ich kann eigentlich stehts etwas aus meiner Schatzkiste der Vielfalt zaubern um mich zu beschäftigen und dabei Freude zu haben, spontan, an jedem Ort, ohne viele Hilfsmittel. Mir ist eigentlich niemals wirklich langweilig, solange ich entscheiden kann und mich nicht den Gepflogenheiten einer Pflichtveranstaltung anpassen muss.

In letzter Zeit denke ich aber immer öfters darüber nach, ob man diese Pausen nicht einfach Pausen sein lassen sollte. Was spricht eigentlich dagegen mal einfach nur durchzuatmen, sich umzusehen, zu beobachten, zu lauschen, wahrzunehmen was um uns herum vor sich geht.

Haben wir verlernt, nichts zu tun? Während wir auf den Bus warten, laden wir ein Bild auf Instagram hoch oder lesen unsere email. Im Bus hören wir Musik oder chatten, den Blick stehts aufs Display gerichtet, statt auf das was um uns herum vor sich geht, auf die Reise, die Lebendigkeit um uns herum. Ich weiß ich klinge wie meine Mutter, aber dennoch…

Ich fahre fast immer 100% und ja, es gibt so vieles zu erleben, zu lernen und zu tun, aber tut uns das immer gut? Dabei kann ich Pausen durchaus genießen, die Seele baumeln lassen, schweigen,…nur mache ich das wohl zu selten. Irgendwie hat die Aktivität immer Vorrang vor der Passivität. Aber wäre es nicht besser, im Sinne der Dualität, beidem die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken.

Ich möchte also versuchen mehr von dieser unregelmäßig geschenkten Zeit als Pause im wahrsten Sinne des Wortes zu nutzen,…für mich, dem Körper und auch dem Geist etwas von der Energie zurücl geben, die mir täglich bereitgestellt wird.

Zeitdiebe

Damit sind Tätigkeiten und im gleichen Maße Menschen gemeint, die mir Zeit rauben, ohne etwas zurück zu geben. Das klingt erst mal hart, aber ich möchte es dennoch erlauben darauf kurz einzugehen. Wir alle kennen Handlungen denen wir Zeit widmen und die uns in Wahrheit wenig einbringen, an Freude, Begeisterung, Wissenswertes oder gar Gewinn. Manche versuchen wir zu vermeiden, andere haben wir akzeptiert weil sie unvermeidbar scheinen.

Bei genaueren Betrachtung stellt man jedoch fest, auch wenn es teilweise schwer einzugestehen ist, dass sie weder unvermeidbar und schon gar nicht akzeptabel sind. Vor allem ist es um ein Vielfaches einfacher sich von diesen Dingen zu lösen, oder sie zumindest smarter zu managen, als die menschlichen Zeitdiebe zu reduzieren, was uns zusätzlich emotional fordern mag.

Wir haben uns an diese Räuber gewöhnt, sie als Gegeben akzeptiert und zappeln innerlich vor Ungeduld, wenn wir mit ihnen Zeit verbringen. Warum? Weil wir unterbewußt wissen, dass wir zu diesem Zeitpunkt wo ganz anders sein wollen, wesentlich Sinnvolleres, Aufregenderes und Erfüllenderes tun möchten.

Räumen wir doch auf mit den Zeiträubern, die von unserer Energie zehren, ohne uns ihrerseit selbst zu beleben! Erlauben wir ihnen nicht, den wichtigen Aufgaben in unserem Leben, Zeit zu stehlen und Raum zu nehmen. Mehr möchte ich zu diesem Thema nicht mehr schreiben, da es ein Kapitel für sich ist, zu dem noch viel mehr zu sagen ist.

Ruhephasen und Schlaf

Auch wenn Powernapps für mich selbst gut funktionieren und ich meinem Körper eine ganze Zeit lang nur 4h Schlaf zugemutet habe, bin ich mir sicher dass nichts über erholsamen, ausreichenden Schlaf geht. Deshalb arbeite ich an dieser Baustelle und gönne mir zur Zeit an die 6-6,5h Schlaf pro Nacht,…mit 7 wäre ich zufrieden und 8 Stunden ist ein Traumziel.


Bei langen Autofahren schätze ich Powernapps wenn mein Energielevel rapide absackt. 10-15 Minuten am Parkplatz zu dösen bringt mir frische Energie für mindestens 2h. Alles andere, wie den Körper dehnen & bewegen, an der frischen Luft spazieren gehen, im Wachzustand pausieren, bringen mir in diesem Zustand der Müdigkeit rein gar nichts. Schon ein paar Minuten nach dem Weiterfahren, bin ich exakt wieder an dem Punkt an dem ich starke Müdigkeit verspüre!

Gerade ich mit meiner Autoimmunerkrankung sollte viel besser auf ausreichenden, erholsamen Schlaf achten und meinem Körper die Gelegenheit bieten sich selbst zu reparieren. Denn der Körper kann das echt gut – sich selbst reparieren – wenn man ihn nur machen lässt.
Und letztlich, um wieviel besser starten wir in den Tag, wenn wir ausgeschlafen sind, statt morgens, durchs Weckerklingeln gepeinigt, unseren Körper aus dem Bett wuchten und ins Hochfahren zwingen. Vielleicht macht sogar gerade das den Unterschied aus, was wir an diesem Tag erreichen können, leisten werden, wie kreativ wir sind und wie wir mit unserem Gegenüber kommunizieren?

Pünktlichkeit

Pünktlichkeit passt so gar nicht zu meinem Wesen, ist aber, wie ich finde ein Zeichen von Respekt für mein Gegenüber und letztlich auch für meine eigenen Zwecke nicht unwesentlich. Deshalb plagen mich hier schon mal Schuldgefühle oder ich muß hetzen um das Zuspätkommen zumindest soweit als möglich zu reduzieren. Jedesmal wieder eine unnötige Eile, Unruhe, Stresssituation, die selbstverschuldet ist. Offensichtlich soll ich hier etwas lernen, denn das sagt man doch stehts wiederkehrenden Situationen nach.

Es hängt eben alles miteinander zusammen, packe ich den Tag nicht lückenlos voll, so wird es leichter pünktlich zu sein. Wie so oft geht es um ein gesundes Mass! Ich habe eine Einzeigeruhr, die ist Ausdruck für mein Lebensgefühl, weil sie nur auf 5 Minuten genau anzeigt. Das ist vielleicht nicht ausreichend um punktgenau ein Zug zu erreichen, aber für die meisten Termine des täglichen Lebens völlig ausreichend genau und entspannte Art und Weise passend.
Diese Uhr ist für mich Symbol für entschleunigung und macht mir bewußt dass hier noch einiges zu tun ist. Danke Raphaela für dieses Geschenk.

Ich merke beim Schreiben, das dieser Beitrag schön langsam auszuufern droht. Deshalb möchte ich zum Schluß kommen und das Ein oder Andere lieber in einem separaten Beitrag behandeln.

Fazit

Sich Zeit zu nehmen und somit Zeit zu haben, wird weiter eine Herausforderung bleiben! Vielleicht sollten wir aber auch unser Denken, auf die Momente richten, für die wir uns Zeit nehmen und uns nicht allzusehr auf den Mangel konzentrieren!
Fest steht, die Zeit erzeugt nicht den Mangel, steht für alle gleich und unparteiisch zur Verfügung und ist auch mit Geld nicht zu vermehren.

Wir sind vielmehr tatsächlich die Schmiede und Gestalter unserer Lebenszeit, trotz Schicksalsschlägen, egal welcher Herkunft, Voraussetzung, Begabung oder ähnlichen Einflußfasktoren, die uns lediglich in der Größe des Segmentes begrenzen, welches wir gestalten können. In diesen Grenzen steht es uns aber frei, frei zu sein, Prioritäten zu setzen und dass zu tun, was für uns Leben bedeutet. Ein Patenrezepz gibt es leider nicht, dafür sind wir zu verschieden und das ist auch gut so!
Wer, wenn nicht wir selbst, ist verpflichtet das Beste aus uns zu machen und die Zeit die uns geschenkt ist für berauschende Augenblicke, spannende Momente und glückliche Verbindungen zu nutzen?
Wer, wenn nicht wir selbst, gibt der Zeit ihren Wert?

Ich bin sehr offen und neugierig auf Eure Anregungen, Eure Konzepte und Strategien. Schreibt mir bitte, wenn Ihr wollt, wie Ihr das so anstellt um Euren Tag optimal zu nutzen.
In diesem Sinne, wünsch ich Euch einen fabelhaften Tag, voller begeisterter Augenblicke und vergesst nicht auf Euch selbst im Trubel Eurer Aufgaben.

Bis demnächst
Euer Bernhard

Mein erster Blogbeitrag

Das Leben ist Begeisterung!

Ich werde diesen Blog so gestalten wie ich die Welt durch meine Augen sehe, wie ich das Leben spüre, vielfältig, spannend, aufregend, mit einer großen Portion Leidenschaft, Schaffenskraft und Hingabe.
Wer weiß was ich morgen erlebe, wem ich begegne, welcher Moment mich bewegt…und genau deshalb möchte ich mich vorerst noch gar nicht eindeutig positionieren und somit die Themenwahl einschränken.
Ein paar Themen, die meine Gedanken bestimmen, meine Passionen darstellen und über die ich bestimmt noch ausführlich schreiben werde, sind Persönlichkeitsentwicklung, Handwerk & Kunst, Spiritualität, ganzheitliche Medizin, Verantwortung und die Balance zwischen produktivem Schaffen und leidenschaftlicher, genußvoller Auszeit!

„Trachte danach, das gewöhnliche Leben auf ungewöhnliche Weise zu leben!“

— Ralph Blum

Ich beginne gerade erst mit dem Bloggen; bleibt also bitte dran, es folgen bald weitere Beiträge. Wenn du möchtest, dann melde dich unten an, um eine Benachrichtigung zu erhalten, sobald ich etwas Neues poste

Wer bin ich und wozu dieser Blog?

Mein Name ist Bernhard, ich komme aus Wien und lebe in Österreich…dem Land wo Milch und Honig fließt, wie ich immer sage. 😉

Durch meinen Beruf war und bin ich regelmässig auf Reisen und hatte dadurch viele bereichernde Begegnungen mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur.

Meine Freizeit verbringe ich gerne handwerklich, zeichne oder beschäftige mich mit Dingen, die mich spirituell und emotional begeistern.

Ich bin jetzt in meinem 50. Lebensjahr, wobei ich mich weder körperlich noch geistig so betagt fühle. Man mag mir das Alter wohl ansehen, aber es beschäftigt mich selbst halt so gut wie gar nicht. Ich lebe sehr stark im Hier und Jetzt und mich beschäftigt weit mehr der ewige Zeitmangel, der sich durch meine vielfältigen Interessen ständig bemerkbar macht.

Obwohl oder gerade weil ich viel auf Reisen bin, liebe ich es daheim zu sein, bei meiner Partnerin, den Kindern und letztlich in der vertrauten Umgebung, umringt von den Dingen, die auch meine Passionen ausdrücken, Bücher, Staffelei, Garten, Gitarre, Yogamatte,…usw.

Warum also jetzt noch ein Blog schreiben, wo ich doch eh über Zeitmangel klage? Nun, ich führe seit einiger Zeit täglich Journal,….oder Tagebuch, wie man das früher mal genannt hat. Ich halte meine Highlights fest, interessante Begegnungen, eigene Ziele, genauso wie ganz alltägliche Gedanken die mich beschäftigen. Ich bin auch wenig extrovertiert und suche nicht unbedingt die Bühne für private Erlebnisse, bzw. Erfahrungen.

Dennoch, es gibt Themen in meinem Leben, von denen ich denke, dass andere und ich selbst vom Austausch profitieren können. Ich denke hier vor allem an Themen im Bereich der persönlichen Entwicklung, sowie der spirituellen und ganzheitlich, ausgewogenen Lebensweise.

Ich habe seit meiner Jugendzeit eine Autoimmunerkrankung, Morbus Crohn, die ich aber seit vielen Jahren gut im Griff habe,…soll heißen, es beschäftigt mich nicht ständig und ich führe ein ungezwungenes, würdiges Leben, trotzdem! Dazu gibt es einige Geschichten und Erfahrungen zum Teilen.

Mein künstlerisches Schaffen, aber auch die Suche nach meiner ganz eigenen Spiritualität, als Teil meines Alltags, sind Gebiete in denen ich sehr offen für Neues und neugierig auf die Sichtweise anderer bin.

Es würde mich also immens freuen, wenn das ein oder andere Thema auch Dich begeistert, Du gerne meine Beiträge liest, selbst dazu kommentieren möchtest oder sogar etwas für Dich mitnehmen kannst. Du kannst auch gerne eigene Fragen an mich stellen und ich werde versuchen darauf ernsthaft einzugehen, soweit ich dazu etwas sinnvolles antworten kann.

Letztlich, dient dieser Blog aber auch dazu, mich selbst eingehend mit aktuellen Fragen auseinanderzusetzen, meine Gedanken dazu festzuhalten und eine Erinnerung aufzuzeichnen. Vielleicht kann es sogar eine kleine Spur im Universum hinterlassen und anderen eine Stütze oder Inspiration sein.

Let’s see….