Zeit haben – Zeit nehmen

Die Zeit oder vielmehr der Mangel derselben, scheint eines der großen Themen in meinem Leben zu sein. Ich könnte jetzt sagen, „das geht doch vielen anderen auch so“, oder „das kommt von meinen vielfältigen Interessen“ oder „ich bin gerade beruflich so eingespannt“ oder „die Familie braucht mich“ oder…

„Es ist nicht so, dass Du keine Zeit für Sport hast, Du hast Dich nur irgendwann dazu entschlossen keinen mehr zu machen!“

„Man muss sich doch nur Zeit nehmen, für die Dinge die einem selbst wichtig sind.“ Nunja,…das ist jetzt auch wieder einfacher gesagt als getan, denn der Alltag mit seinen Verpflichtungen hält uns alle auf Trab. Es ist aber durchaus etwas Wahres dran, dass wir in den ständig gleichen Mustern und angelernten Routinen verweilen…mehr oder weniger gerne. Wir verschwenden Zeit für Ausreden, warum wir Dinge nicht tun können. Bereits diese paar Minuten der Begründung, warum ich etwas nicht tun „kann“, könnte ich besser für mich nutzen und sei es nur um eine Gedankenpause zu genießen. Wir sind verantwortungsvolle Menschen, wollen alles richtig machen, verlässlich sein für andere, und da sein für unser engeres Umfeld, für Familie und Freunde. Das ist auch gut so, doch sollten wir niemals auf uns selbst vergessen und auf die Momente, die uns erfüllen, die für uns selbst das Leben lebenswert und aufregend macht.

Also wenn wir alles richtig machen und dennoch was fehlt, wenn etwas zu kurz kommt, was mach ich dann falsch? Wenn der Tag zu kurz wird, uns stresst, am Abend scheinbar nichts mehr bleibt, für uns selbst. Wo fange ich an? Was muß ich verändern? Wo ist die Türe durch die ich das Hamsterrad verlasse?

Es bleibt wohl nicht aus, unsere Handlungen, Routinen und Aufgaben erneut eingehend zu durchleuchten und einer Neubewertung zu unterziehen.
Ja, und vor allen anderen jene, die wir als unabdingbare Verpflichtungen ansehen, die Aufgaben die scheinbar nur wir selbst erledigen können, sowie die gesellschaftlich als wertvoll eingestuften Handlungen und sozialen Pflichtveranstaltungen. Wobei wir aber keinesfalls in die Falle tappen sollten die Gesellschaft oder unsere Mitmenschen für unsere Situation, für unseren Mangel, verantwortlich zu machen, denn wir selbst sind die Architekten unseres Lebens und entscheiden jeden Tag, was wir tun oder nicht, mit wem wir uns treffen und was für unser Dasein Priorität hat.

Warum ist es wichtig, Zeit ganz für sich allein zu haben?

Ich halte Freizeit – und das definiere ich, als für mich selbst frei zur Verfügung stehende Zeit – als immens wichtig. Warum? Weil nur das die Ressource ist, die ich individuell und kreativ gestalten kann, mit Dingen die mich begeistern, in einem Umfeld das mich fesselt. Für mich ist es auch das beste Werkzeug um eine gewisse Balance ins Leben zu bringen bzw. zu erhalten, zu reflektieren, zu planen, gesund zu bleiben und letztlich zu genießen.

Neben dem Broterwerb, lebenserhaltenden Maßnahmen und der Nachtruhe muss es einfach mehr geben, was das Leben ausmacht,…tagtäglich! Ich darf dankbar sagen, dass ich meine beruflichen Tätigkeiten durchaus gerne ausübe, dennoch gilt es der Vielfalt des Lebens, unseren Leidenschaften, und den Menschen die wir lieben, Raum zu geben, Zeit zu widmen.

Distress macht krank oder gefährdet zumindest unsere Gesundheit, ich denke das ist heutzutage ausreichend wissenschaftlich belegen. Es hilft also nicht jeden Tag randvoll zu packen um alles unter einen Hut zu bekommen! Ich hatte meinen Schlaf mehrere Jahre lang, auf 4 Stunden täglich reduziert, um mehr vom Leben zu haben und bin schließlich im ständigen Schlafdefizit allem nachgekommen dem ich für mich selbst Wert gegeben habe. Das geht eine Zeit lang ganz gut, vor allem wenn man sich mit Dingen, die einen persönlich begeistern, hochpuscht. Der menschliche Körper ist eigentlich unglaublich widerstandsfähig, anpassungsfähig und kann auf ein Minimum an Regeneration gefahren werden, aber letztendlich will ich auf die Dauer nicht so leben und es ist mit Sicherheit nicht förderlich für die allgemeine Gesundheit.

Ich halte mich selbst für einen sehr leidenschaftlichen Menschen mit vielen Interessen, manchmal etwas einsiedlerisch veranlagt, was wiederum mit meinen Passionen zusammenhängt, aber durchaus gesellschaftsfähig. Ich brauche täglich kleine Highlights um ausgeglichen und zufrieden zu sein. Rein rechnerisch brauche ich weit mehr als 24 Stunden am Tag um das zu schaffen, was ich erleben möchte. Aber diese Extrazeit gibt es nicht, auch nicht für mich! Ich muss also zwangsläufig mein Verhalten und meine täglichen Aufgaben betrachten, den Wert jeder Handlung in Frage stellen, auch wenn es mir schwer fällt oder zuweilen unverschämt erscheint. Es gilt die Zeitdiebe zu finden und zu eliminieren, denn nur so haben die wirklich wertvollen Momente und Begegnungen in meinem Leben Platz zum atmen.

Ich möchte Zeit in meinem Leben für meine persönliche Weiterentwicklung, für kreatives Werken, für Spiritualität, für Menschen die mich begeistern und letztlich für lustvolle Auszeiten verwenden. Wie schaffe ich das nur?

Entschleunige Deinen Tag! Wie geht das?

Wenn die Aufgaben mir über den Kopf wachsen, der Stresspegel ein gewisses Maß übersteigt, dann steige ich auf die Notbremse, ich fahre mein System auf Null. Damit meine ich Stillstand, Unproduktivität, weniger als Pause, Standby! Das schützt mich zwar vorm Durchdrehen oder Burnout, aber man relativiert dabei natürlich die produktive Zeit, die man zuvor durch vermeintliche Höchstleistungen vollbracht hat. Es macht also keinen Sinn sich ständig auszupowern und anschließend in den „Regenerationsmodus“ zu fallen.

Es gilt also eine möglichst konstant gute Produktivität mit geplanten Pausen zu erreichen und Notabschaltungen zu minimieren! Dazu muss ich erst mal meine Tage, Wochen, ja mein Leben etwas bereinigen, entschleunigen, damit der somit neu gewonnene Leerlauf mit wesentlichen Dingen, die mich weiter bringen, mir Freude machen, Erfolg und Lebenslust schenken zu befüllen,..Schritt für Schritt. Dazu muss ich nicht gleich zurück auf Anfang, alles hinschmeißen, aber so etwas wie ein Neuanfang ist es dann irgendwie doch!

Deshalb stelle ich mir folgende Fragen. Wie kann ich meine beruflichen Aufgaben besser, effizienter, stressfreier planen? Was muss ich wirklich alles selber machen? Hab ich ein Team das mir helfen kann? Kann ich vielleicht sogar eine Aufgabe delegieren? Wie viel Zeit verbringe ich täglich mit Emails? Wie lange ist mein Weg zur und vom Arbeitsplatz? Wann arbeite ich konzentriert an wichtigen Arbeiten? Wie lange telefoniere ich und ist jedes Gespräch notwendig?

Was sind meine täglichen Routinen? Wann mache ich Pausen und wie lange? Wie ist mein Essverhalten? Zu welcher Tageszeit habe ich mehr Energie und zu welcher eher weniger? Welche Tageszeit möchte ich mir für mein soziales Umfeld reservieren? Welchen Verpflichtungen fühle ich mich wirklich aus ganzem Herzen verpflichtet? Wie viel Zeit nehme ich mir zum Nachdenken und wie viel zum Tun? Wie viel Zeit verbringe ich täglich auf sozialen Netzwerken,…

Unterstützt mein jetziges soziales Umfeld meine gewünschte Lebensgestaltung? Welche Menschen bereichern mich? Welche Menschen belasten mich? Welche Momente berauschen mich? Welche Momente langweilen mich? Wofür wende ich exzessiv Zeit auf? Wofür habe ich zu selten Zeit?

Mit den Antworten zu diesen Fragen, für die man sich freilich auch Zeit nehmen muss, ergibt sich bereits das ein oder andere klare Zeichen. Es ist mir durchaus bewusst, dass es Überwindung kostet der ein oder anderen Tatsache ins Gesicht zu sehen und die Konsequenz zu ziehen! Denn zu wissen was zu tun ist, ist eins und es umzusetzen etwas ganz anderes.

Was für mich gut funktioniert.

Es gibt ein paar Strategien, die für mich selbst gut funktionieren und die möchte ich gerne hier festhalten und mit Euch teilen. Nein, es gibt keine Garantie, dass sie Euch im gleichen Maße helfen, aber vielleicht ist das ein oder andere dabei, das ihr selbst ausprobieren wollt.

Blöcke und Prioritäten

Ich teile meinen Tag in überschaubare Blöcke und großzügige Pausen, die sich sowieso von selber füllen. Ich plane für jeden Tag 2 wichtige Aufgaben, maximal 3, die ich unbedingt erledige und die mehr Zeit benötigen, sagen wir jeweils in etwa 2 Stunden konzentrierte Arbeit. Das sind meine Prioritäten, denen sich alle anderen Aufgaben, vor allem die ungeplanten unterordnen. In dieser Zeit gehe ich so gut wie nie ans Telefon und lese keine emails.

Es gibt nur 2 Blöcke für Emails, einen gleich am Morgen und einen im Laufe des Nachmittags. Außerhalb dieser Blöcke werden keine beruflichen Emails beantwortet, außer ich bin auf Reisen und es ergibt sich eine natürliche Gelegenheit dafür, die ich nutze. Ohne diese Regel könnte ich den ganzen Tag nur Nachrichten beantworten und telefonieren.

Ich verwende nur einen gemeinsamen Kalender für berufliches und privates, so fällt es mir persönlich am leichtesten den Überblick zu bewahren. Durch die färbigen Kategorien erkenne ich vor allem Besprechungen und private Termine sofort, dass sind meist die unumstößlichen Termine. Da auch hier die wichtigen Aufgaben in Blöcken dargestellt sind kann ich wenn notwendig Tätigkeiten leicht verschieben oder tauschen, nur die heutigen Prioritäten nicht. Ich aktualisiere aber fast täglich die Aufgaben der nächsten Tage, um zu optimieren oder Dringliches unterzubringen.

Routinen

Routinen haben so etwas zwiespältiges für mich! Auf der einen Seite hasse ich es mir eine gewisse Regelmäßigkeit aufzubürden, auf der anderen Seite hilft es aber Zeit für wichtige, notwendige, aber auch lustvolle Handlungen an Werktagen festzulegen. Ich denke das wichtigste an privaten Routinen ist es sie ernsthaft zu verfolgen und dennoch nicht als unumstößlich zu behandeln.

Ich habe eine Morgenroutine, da hilft es uns an Arbeitstagen mit der recht beschränkten Zeit zurecht zu kommen und dennoch nicht mit 2 verschiedenfärbigen Socken an den Füßen außer Haus zu gehen. Um nicht die mir so wichtige Cafezeit einzubüßen, ist es wichtig spätestens um 6:00 aus dem Bett zu hüpfen. Teewasser aufsetzen Cafemaschine starten, ein wenig dehnen und dann wird bei einer Tasse Cafe kurz der vergangene Tag in einem Journal, also Tagebuch, festgehalten.

Ich ziehe eine Rune des Tages, weniger um die Tagesqualität zu erfahren, sondern zur Zeit damit ich mit den verschiedenen Symbolen und ihrer Bedeutung immer besser vertraut zu werden. Natürlich refelektiere ich dann auch etwas auf meine derzeitige Situation oder denke zumindest bewußt nach. Eine kurze Notiz im Journal hilft mir beim Lernen.

Danach wird Frühstück und die Schuljause für die Kinder gemacht und wenn dann alle aus dem Haus sind gehe ich duschen und beginne mit den beruflichen Tätigkeiten, zumeist der erste Email-Block.

Cafezeit! Auch das ist eine Routine, eine der unbezahlbarsten. Eine kurze Pause gegen 10:30 und dann am späten Nachmittag. Für mich sind diese 5-15 Minuten, die ich oft im Gespräch mit meiner Partnerin verbringe, ein Stück Lebensqualität. Ich schalte da bewußt ab, atme durch und genieße den Kontrast zum Tagesprogramm.

Am späten Nachmittag nehme ich mir Zeit für Fitness&Entspannung, wobei dass die „Routine“ ist, die am schwersten konsequent eingehalten werden kann. Gegen Abend kommt halt alles zusammen und man läuft leicht Gefahr eine gute Ausrede zu haben, unregelmäßig zu werden. Es ist ja eigentlich auch die falsche Zeit für mich für diese „Ich-Zeit“, denn am Vormittag fällt mir sowohl Bewegung als auch Konzentration weitaus leichter.

Ein Grund mehr, hier an sich zu arbeiten, eigentlich eine Chance zu lernen, den Dingen die uns wichtig sind treu zu bleiben und Raum zu geben. Außerdem kann wohl niemand alles in die energiereichste Periode des Tages verschieben.
Ich möchte dennoch den Versuch wagen zumindest meine spirituelle Seite bzw. den entsprechenden Tätigkeiten, vormittags Zeit einzuräumen.

Routinen verwende ich für Tätigkeiten und Passionen, bei denen die Regelmäßigkeit über der notwendigen Zeitspanne steht und die auch in kurzen intensiven Sequenzen sinnvoll sind. Das sind, zumindest bei mir, Handlungen des Lernens, der Ernährung und der aktiven Bewegung, denn für die ist regelmäßigkeit der Schlüssel.

Passionen, meine Leidenschaften

Für die Dinge die mich begeistern, kreativ fordern und Auszeit bedeuten brauche ich Zeit mit Luft nach hinten. Ich beginne zum Beispiel gar nicht zu zeichnen, zu lesen oder zu meditieren, wenn ich nicht zumindest 2 h am Stück Zeit habe. Für mich sind meine Passionen eine Welt der puren Begeisterung mit hohem Erholungswert und das kann ich schwer in einer freien halben Stunde empfinden. Mit diesen Dingen verbringe ich deshalb meine Abende oder Wochenenden, wobei es mir extrem wichtig ist, diese Momente, die in Wahrheit der essentielste Teil meines Lebens sind auf die Wochenenden zu beschränken – niemals! Das gilt übrigens auch für die Begegnung mit mir wichtigen Menschen, die mich fesseln, inspirieren oder einfach nur gut unterhalten – dafür muß Zeit sein, selbst mal ungeplant länger dauern und den Rest des Tages kollabieren lassen.

Überraschende Pausen

Pausen die ungeplant entstehen, sind Chancen die man für sich nutzen sollte, ja, ganz für sich selbst. Das heißt nicht, dass ich jede Pause sogleich mit einer Handlung fülle, auch wenn ich das oft mache. Ich kann eigentlich stehts etwas aus meiner Schatzkiste der Vielfalt zaubern um mich zu beschäftigen und dabei Freude zu haben, spontan, an jedem Ort, ohne viele Hilfsmittel. Mir ist eigentlich niemals wirklich langweilig, solange ich entscheiden kann und mich nicht den Gepflogenheiten einer Pflichtveranstaltung anpassen muss.

In letzter Zeit denke ich aber immer öfters darüber nach, ob man diese Pausen nicht einfach Pausen sein lassen sollte. Was spricht eigentlich dagegen mal einfach nur durchzuatmen, sich umzusehen, zu beobachten, zu lauschen, wahrzunehmen was um uns herum vor sich geht.

Haben wir verlernt, nichts zu tun? Während wir auf den Bus warten, laden wir ein Bild auf Instagram hoch oder lesen unsere email. Im Bus hören wir Musik oder chatten, den Blick stehts aufs Display gerichtet, statt auf das was um uns herum vor sich geht, auf die Reise, die Lebendigkeit um uns herum. Ich weiß ich klinge wie meine Mutter, aber dennoch…

Ich fahre fast immer 100% und ja, es gibt so vieles zu erleben, zu lernen und zu tun, aber tut uns das immer gut? Dabei kann ich Pausen durchaus genießen, die Seele baumeln lassen, schweigen,…nur mache ich das wohl zu selten. Irgendwie hat die Aktivität immer Vorrang vor der Passivität. Aber wäre es nicht besser, im Sinne der Dualität, beidem die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken.

Ich möchte also versuchen mehr von dieser unregelmäßig geschenkten Zeit als Pause im wahrsten Sinne des Wortes zu nutzen,…für mich, dem Körper und auch dem Geist etwas von der Energie zurücl geben, die mir täglich bereitgestellt wird.

Zeitdiebe

Damit sind Tätigkeiten und im gleichen Maße Menschen gemeint, die mir Zeit rauben, ohne etwas zurück zu geben. Das klingt erst mal hart, aber ich möchte es dennoch erlauben darauf kurz einzugehen. Wir alle kennen Handlungen denen wir Zeit widmen und die uns in Wahrheit wenig einbringen, an Freude, Begeisterung, Wissenswertes oder gar Gewinn. Manche versuchen wir zu vermeiden, andere haben wir akzeptiert weil sie unvermeidbar scheinen.

Bei genaueren Betrachtung stellt man jedoch fest, auch wenn es teilweise schwer einzugestehen ist, dass sie weder unvermeidbar und schon gar nicht akzeptabel sind. Vor allem ist es um ein Vielfaches einfacher sich von diesen Dingen zu lösen, oder sie zumindest smarter zu managen, als die menschlichen Zeitdiebe zu reduzieren, was uns zusätzlich emotional fordern mag.

Wir haben uns an diese Räuber gewöhnt, sie als Gegeben akzeptiert und zappeln innerlich vor Ungeduld, wenn wir mit ihnen Zeit verbringen. Warum? Weil wir unterbewußt wissen, dass wir zu diesem Zeitpunkt wo ganz anders sein wollen, wesentlich Sinnvolleres, Aufregenderes und Erfüllenderes tun möchten.

Räumen wir doch auf mit den Zeiträubern, die von unserer Energie zehren, ohne uns ihrerseit selbst zu beleben! Erlauben wir ihnen nicht, den wichtigen Aufgaben in unserem Leben, Zeit zu stehlen und Raum zu nehmen. Mehr möchte ich zu diesem Thema nicht mehr schreiben, da es ein Kapitel für sich ist, zu dem noch viel mehr zu sagen ist.

Ruhephasen und Schlaf

Auch wenn Powernapps für mich selbst gut funktionieren und ich meinem Körper eine ganze Zeit lang nur 4h Schlaf zugemutet habe, bin ich mir sicher dass nichts über erholsamen, ausreichenden Schlaf geht. Deshalb arbeite ich an dieser Baustelle und gönne mir zur Zeit an die 6-6,5h Schlaf pro Nacht,…mit 7 wäre ich zufrieden und 8 Stunden ist ein Traumziel.


Bei langen Autofahren schätze ich Powernapps wenn mein Energielevel rapide absackt. 10-15 Minuten am Parkplatz zu dösen bringt mir frische Energie für mindestens 2h. Alles andere, wie den Körper dehnen & bewegen, an der frischen Luft spazieren gehen, im Wachzustand pausieren, bringen mir in diesem Zustand der Müdigkeit rein gar nichts. Schon ein paar Minuten nach dem Weiterfahren, bin ich exakt wieder an dem Punkt an dem ich starke Müdigkeit verspüre!

Gerade ich mit meiner Autoimmunerkrankung sollte viel besser auf ausreichenden, erholsamen Schlaf achten und meinem Körper die Gelegenheit bieten sich selbst zu reparieren. Denn der Körper kann das echt gut – sich selbst reparieren – wenn man ihn nur machen lässt.
Und letztlich, um wieviel besser starten wir in den Tag, wenn wir ausgeschlafen sind, statt morgens, durchs Weckerklingeln gepeinigt, unseren Körper aus dem Bett wuchten und ins Hochfahren zwingen. Vielleicht macht sogar gerade das den Unterschied aus, was wir an diesem Tag erreichen können, leisten werden, wie kreativ wir sind und wie wir mit unserem Gegenüber kommunizieren?

Pünktlichkeit

Pünktlichkeit passt so gar nicht zu meinem Wesen, ist aber, wie ich finde ein Zeichen von Respekt für mein Gegenüber und letztlich auch für meine eigenen Zwecke nicht unwesentlich. Deshalb plagen mich hier schon mal Schuldgefühle oder ich muß hetzen um das Zuspätkommen zumindest soweit als möglich zu reduzieren. Jedesmal wieder eine unnötige Eile, Unruhe, Stresssituation, die selbstverschuldet ist. Offensichtlich soll ich hier etwas lernen, denn das sagt man doch stehts wiederkehrenden Situationen nach.

Es hängt eben alles miteinander zusammen, packe ich den Tag nicht lückenlos voll, so wird es leichter pünktlich zu sein. Wie so oft geht es um ein gesundes Mass! Ich habe eine Einzeigeruhr, die ist Ausdruck für mein Lebensgefühl, weil sie nur auf 5 Minuten genau anzeigt. Das ist vielleicht nicht ausreichend um punktgenau ein Zug zu erreichen, aber für die meisten Termine des täglichen Lebens völlig ausreichend genau und entspannte Art und Weise passend.
Diese Uhr ist für mich Symbol für entschleunigung und macht mir bewußt dass hier noch einiges zu tun ist. Danke Raphaela für dieses Geschenk.

Ich merke beim Schreiben, das dieser Beitrag schön langsam auszuufern droht. Deshalb möchte ich zum Schluß kommen und das Ein oder Andere lieber in einem separaten Beitrag behandeln.

Fazit

Sich Zeit zu nehmen und somit Zeit zu haben, wird weiter eine Herausforderung bleiben! Vielleicht sollten wir aber auch unser Denken, auf die Momente richten, für die wir uns Zeit nehmen und uns nicht allzusehr auf den Mangel konzentrieren!
Fest steht, die Zeit erzeugt nicht den Mangel, steht für alle gleich und unparteiisch zur Verfügung und ist auch mit Geld nicht zu vermehren.

Wir sind vielmehr tatsächlich die Schmiede und Gestalter unserer Lebenszeit, trotz Schicksalsschlägen, egal welcher Herkunft, Voraussetzung, Begabung oder ähnlichen Einflußfasktoren, die uns lediglich in der Größe des Segmentes begrenzen, welches wir gestalten können. In diesen Grenzen steht es uns aber frei, frei zu sein, Prioritäten zu setzen und dass zu tun, was für uns Leben bedeutet. Ein Patenrezepz gibt es leider nicht, dafür sind wir zu verschieden und das ist auch gut so!
Wer, wenn nicht wir selbst, ist verpflichtet das Beste aus uns zu machen und die Zeit die uns geschenkt ist für berauschende Augenblicke, spannende Momente und glückliche Verbindungen zu nutzen?
Wer, wenn nicht wir selbst, gibt der Zeit ihren Wert?

Ich bin sehr offen und neugierig auf Eure Anregungen, Eure Konzepte und Strategien. Schreibt mir bitte, wenn Ihr wollt, wie Ihr das so anstellt um Euren Tag optimal zu nutzen.
In diesem Sinne, wünsch ich Euch einen fabelhaften Tag, voller begeisterter Augenblicke und vergesst nicht auf Euch selbst im Trubel Eurer Aufgaben.

Bis demnächst
Euer Bernhard

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