Runen – meine Wegbegleiter?

Heut möcht ich gern ein wenig über die Runen schreiben, diese mystischen Zeichen, die mich erstmals in den 90er Jahren beschäftigten. Damals, wenn ich mich recht erinnere, wohl aus der Neugier heraus etwas Magischem begegnet zu sein.

In meiner jugentlichen Ungeduld und Faszination, habe ich mich sicher eher oberflächlich mit ihrer Inspiration und Aussagekraft beschäftigt. Ich fand es wohl ziemlich cool, mich mit etwas Magie zu schmücken und Talismane mit Zahlenmystik herzustellen.

Aus dieser Zeit ist mir nur ein Ring geblieben, den ich seit dem Tag seiner Anfertigung niemals mehr als ein paar Stunden abgelegt habe. Er bedeutet mir immer noch sehr viel, nicht zuletzt weil es mein erstes Goldschmiedewerkstück ist – goldene Runen auf Paladium.

Die Runenarbeit selbst, war aber lange Jahre in Vergessenheit geraten, auch wenn mich die Gedanken an sie nie ganz verlassen haben. Ich wusste aber auch immer schon, dass es Zeit und Fokus benötigen würde, mich eingehend mit diesen Zeichen zu befassen um weiter zu kommen und zu verstehen.

„Wir alle sind Lehrer und was wir lehren, ist das, was wir lernen müssen, und so lehren wir es wieder und wieder, bis wir es lernen.“

Aus: A Course in Miracles“

Seit Ende letzten Jahres habe ich die Runen wieder neu für mich entdeckt. Ich bin immer noch neugierig, doch sehe ich es heute gelassener…und vielleicht bin ich geduldiger geworden, das Mysterium zu ergründen.

In jedem Fall setze ich heute einen Fuss vor den anderen,…spiele, lerne, reflektiere, interpretiere, lerne, vergesse und erinnere mich.

Ich ziehe derzeit täglich eine Tagesrune und übe mich in der Interpretation, spielerisch und dennoch ernsthaft bestrebt tiefer einzutauchen.

Die Rune und ihre Bedeutung, ist für mich aber oft einfach eine gute Inspiration, ein Anstoß über die eigene Situation im Hier und Jetzt nachzudenken…und alleine dafür, ist es ein guter Helfer, den ich schätzen gelernt habe.

Der Mann muß mäßig weise sein, aber nicht allzu weise. Des Weisen Herz erheitert sich selten, wenn er zu weise wird.

Edda – Mythologisches Lehrbuch, überlieferter Verfasser: Snorri Sturluson etwa um 1230.

Aus reiner Leidenschaft und Liebe zum Handwerk, habe ich nebenbei begonnen, an für mich bedeutungsvollen Plätzen, Steine zu sammeln. Mit kindlicher Freude und Leichtigkeit, möchte ich mir daraus meine eigene, bedeutungsvolle Runenreihe herstellen.

Ich mag es sehr, wenn ich ab und an einen neuen Runenstein hinzufügen kann, auch wenn es sicher bis Ende des Jahre dauern wird bis das Futhark fertig ist. Dafür wird es sehr persönlich, symbolträchtig und kraftvoll sein.

Bis dahin wird mir auch die Arbeit mit den Runen geläufiger sein und mir vielleicht noch mehr erschließen als heute…

Ich wünsch Euch eine erfolgreiche Woche und begeisterte Momente!

Euer Bernhard

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