Dualität vs. Polarität

Gestern hat mich Dagaz gefunden und meine Gedanken darauf gebracht, dass alles 2 Seiten hat, die verbunden sind und vieles, nein alles, sehr stark von unserer Betrachtungsweise abhängt.

„Wo viel Licht ist, ist starker Schatten…“

Johann Wolfgang von Goethe

Dagaz ist die letzte Rune der Runenreihe,…nein, es ist die 24. Rune des alten Futhark, es ist das Ende eines Zyklus oder doch ein Signal, dass bald ein neue schöpferische Phase beginnt…nein, das alles zusammen ist Dagaz. Wie gesagt, es ist im Endeffekt eine Frage unserer ureigenen Betrachtungsweise, wie wir die Situationen deuten.

Es liegt in der menschlichen Natur zu werten, alles und jedes zu beurteilen und in gut oder böse, in besser und schlechter einzuteilen. Wir wissen, dass dies eine subjektive Wahrnehmung ist, selbst als Kollektiv an einem Wertesystem gemessen ist.

Wir empfinden die Welt um uns herum als Dualität, als Negatives und Positives, was Angesichts der tatsächlich vorhandenen Gegensätze ja nahe liegt.

„Wie oben, so unten; wie innen, so außen; wie der Geist, so der Körper“

Das Prinzip der Analogie (Entsprechung)

Die Natur hingegen kennt keine Dualität wie wir es ausdrücken, weil es kein Wertesystem in unserem Sinn gibt. Die Welt besteht sehr wohl aus Gegensätzen, die sich ergänzen, aus 2 Polen die sich anziehen oder abstoßen, die ein Ganzes ergeben. Feuer und Eis, Tag und Nacht, Licht und Dunkelheit, Jäger und Gejagter,…alles ist Polarität.

Im Gegensatz zu unserer Wertung, ist aber der Tag nicht besser als die Nacht, Sonne nicht besser als Regenwetter, der Fuchs nicht böse und die Gans nicht schutzbedürftig. Er stielt die Gans auch nicht, er frisst einfach was er bekommen kann und folgt seiner Natur um zu überleben und seine Art fortzupflanzen…wertfrei.

Wir Menschen sind soziale Wesen und brauchen Werte- und Moralsysteme um unser sesshaftes Zusammenleben zu regeln. Das kümmert das Universum aber recht wenig. Kosmisch betrachtet hat alles seinen Sinn und sein Zeit. Auch der “ böse“ Mensch wird von Motiven getrieben, die, aus seiner Sicht der Dinge, notwendig sind. Ich muss ihn deshalb nicht mögen oder sein Nähe suchen, nur universell gesehen gibt es keinen schlechten Menschen. Sozial unverträglich vielleicht…?

Und heute Morgen kam mir da noch ein Gedanke zum Weltuntergangsszenario, zur Umweltverschmutzung und zu dem Raubbau an der Natur.

„Es stimmt vermutlich, dass es gar nicht in unserer Macht steht, egal was wir tun, den blauen Planeten, der uns beheimatet, zu vernichten…nein, wir können ihn nur für uns selbst unbewohnbar machen.“

Und deshalb lässt uns das Universum auch gewähren, weil es, kosmisch gesehen, nicht schlecht ist was wir tun, sondern lediglich unvorteilhaft für das Leben auf der Erde. Die Konsequenzen werden Ausgleich schaffen.

Ich mag den Gedanken der Polarität!

Bei meinen Wyda Übungen leite ich oft belastende Emotionen, “ negative“ Gedanken, in den Erdboden ab….und bekomme dafür neue Energie geschenkt – wie cool ist denn das, bitte?

Ganz einfach erklärt, für Mutter-Erde ist alles gleichwertig. Wir geben nur zurück, was von dort kommt, was uns sowieso nicht gehört und empfangen was wir brauchen. Wir geben nichts Negatives zurück, weil es nichts Negatives gibt. Es ist letztlich alles Energie, egal welcher Farbe.

„PASSION“ Drawing by magicofpassions

Versucht doch mal, nur einen Tag lang, nicht zu werten!

„Das Glas ist nicht halb voll, auch nicht halb leer,…es ist einfach bis zur Hälfte gefüllt.“

magicofpassions

Erst unsere Individualität macht ein zur Hälfte gefülltes Glas vorteilhaft oder nachteilig. Unsere Bedürfnisse lassen Tatsachen gut oder schlecht erscheinen. Ich bin so durstig und habe nur mehr ein halbes Glas zu trinken, oder ich muss noch ein halbes Glas austrinken, obwohl ich bereits genug habe.

Und ja, es passieren Sachen, die sind so unsagbar schrecklich, dass man sich nicht mal im Ansatz vorstellen kann, auch nur einen Tropfen Positives daran zu entdecken,…mir kommt sogar vor, ich will es in manchen Situationen nicht erkennen!

Es geht hier auch gar nicht darum etwas umzupolen oder krampfhaft positiv zu sehen, sondern darum es so anzusehen wie es ist. Versuche es vielmehr in den neutralen Bereich zu ziehen und die Polarität zu betrachten. Frag Dich doch mal:

Was irritiert Dich? Ist es eine neue Situation? Kannst Du auf Erfahrungen zurück greifen, die Dir helfen? Weißt Du was zu tun ist? Weißt Du was nicht funktioniert? Kannst Du Wiederholungen vermeiden? Kannst Du etwas lernen? Warum ist Dir das unbequem? Macht es Dir Angst? Was ist Dein Mangel?….Ist es tatsächlich so schlimm? Nur schlimm?

Versucht es mal,…nur einen Tag lang,…nicht zu werten, sondern vielmehr aufmerksam zu betrachten, anzunehmen wie die Dinge sind, überlegen was man daraus machen oder lernen kann und schließlich zu handeln wie es uns notwendig erscheint.

Habt eine aufregende Woche.

Euer Bernhard

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